Volleyball Nachwuchsarbeit in diesen Zeiten

Die Gemeinschaft erhalten, den Spaß an der Bewegung fördern und die Lieblingssportart nicht aus den Augen verlieren. Das sind die Hauptziele, die sich die Volleyballabteilung des FSV Marktoffingen  vorgenommen hat. Nach mehreren Wochen Athletik und Koordination per Skype-Training vor Ostern, stellte das Trainerteam nach einer kurzen Pause jetzt ihr Programm wieder um. Spaß, Kreativität und Wettkampf sollen jetzt neue Anreize setzen. Eva-Maria Schröter und Kristin Löfflad haben diese Aufgabe beim FSV übernommen. Zweimal in der Woche erhalten die Mädels zwei Aufgaben mit dem Ball und mit Geräten. Jeweils eine Aufgabe gilt als Challenge, bei der es auch einen Sieger und Preisträger gibt. Was das Trainerteam als Lösungen per Video vom „Schnokafluag“ (U14/U16) und den „Wühlmäusen“ (U12/U13) zurück bekommt, übertrifft alle Erwartungen. Die Mädels sind motiviert und fit. Es könnte also losgehen…..Gewinner ist auch das Trainerteam, das sich über die eingeschickten Videos freut, die jede Woche eine andere Überraschung bereit halten. Ein kleiner Einblick bietet die von Eva-Maria Schröter zusammengestellte Collage.

Zur aktuellen Lage beim Volleyball

Es wird einige Monate dauern, bis wir in Marktoffingen wieder solch tolle Szenen bewundern dürfen. Die Saison wurde abgebrochen.

Eigentlich ist bei den Hallensportarten jetzt die Zeit, in der es in die entscheidende Phase geht. Gestern gab es vom Volleyballverband eine nicht ganz überraschende aber doch schwerwiegende Entscheidung: Die aktuell still gelegte Saison wird ganz abgebrochen. Für die ca. 70 aktiven Volleyballerinnen des FSV Marktoffingen bricht damit das sportliche Ziel weg. Die unbesiegten Damen 1 waren sogar ganz dick im Rennen um die Meisterschaft. Bisher hielten sich die 5 Teams mit virtuellem Training regelmäßig für den Zeitpunkt einer möglichen Fortsetzung der Saison fit. Die beiden Bayernligateams trainieren 2-3 mal in der Woche und eine Gruppe aus 4 Damen 1-Spielerinnen (Theresa Wizinger, Eva-Maria Schröter, Kristin Löfflad und Steffi Stimpfle) kümmert sich um die Nachwuchsspielerinnen im U12-U14 Alter. Dieses Training wird auch weitergeführt werden. Auch die Damenteams wollen sich weiter im Chat treffen, um zumindest den Gemeinschaftsgedanken zu fördern. Personelle Verluste hatte die FSV-Abteilung auf Grund dieser intensiven Betreuung glücklicher Weise bisher nicht zu beklagen. Also durchhalten, auch die Fans, bis irgendwann in der Halle oder auf dem Beachplatz die Bälle wieder fliegen.

Bayernliga – Erfolg und Niederlage der beiden FSV-Teams

Sie spielte am Samstag ihr 712. Spiel für den FSV, doch stärker hat man sie nie gesehen. Libera Simone Klaus  wurde nicht nur von ihren Mitspielerinnen (Maria Altenburger, Melli Dauser und Steffi Stimpfle) bewundert.

Wenn es auch ein hartes Stück Arbeit war, so setzten die Damen 1 des FSV Marktoffingen auch im 4. Spiel ihre Siegesserie fort. Allerdings brauchte sie gegen die Zweite der DJK München-Ost 5 Sätze und ein starkes Finish bis der 3:2 Sieg feststand. Die kurzzeitig gewonnene Tabellenführung verloren die FSV-Damen allerdings schon am Tag darauf wieder, weil derselbe Gegner die nicht vollständig angetretene FSV-Zweite klar mit 3:0 besiegte.

Waren die Münchnerinnen im letzten Jahr noch eher ein Abstiegskandidat, so haben sie sich ganz offensichtlich für diese Saison andere Ziele gesteckt. Ein in Anzahl und Körpergröße beachtlicher Kader und eine exakte Einstellung durch ihren Trainer auf die Vorzüge des FSV-Spieles sorgten dafür, dass im 1. Satz die Dominanz klar von München ausging. Block und Feldabwehr hatten das Glanzstück des FSV-Angriffs, den Schnellangriff über die Mitte, voll im Griff. Hinzu kam noch eine agile Münchner Feldabwehr um die starke Libera Sonja Dachgruber. Mit 25:19 ging der erste Satz folgerichtig verdient an die Gäste. Das FSV-Trainergespann Maresa Lutz und Josef Wizinger forderte von ihrer Mannschaft nun mehr Risiko im Aufschlag und eine Verlagerung der Angriffe auf außen. Beide Maßnahmen belebten das FSV-Spiel. Bis zum 5:0 schlug Theresa Wizinger und bis zum 13:8 Steffi Stimpfle und 23:16 mit je 3 Punkten auf und lenkten das Spiel in die gewünschte Richtung. Über außen war Linkshänderin Maria Altenburger nun die effektivste Angreiferin. Mit 25:21 war der Ausgleich hergestellt und es ging so weiter. Lange Ballwechsel und sehenswerte Netzaktionen auf beiden Seiten, doch die Satz entscheidenden Serien gelangen durch Maria Altenburger mit 4 Aufschlägen bis zum 15:9 und Jassi Beyerle vom 19:15 bis zum 23:15 erneut zwei FSV-lerinnen. Da auch die FSV-Abwehr um die fast unüberwindbare Libera Simone Klaus nun gut organisiert stand, ging auch der dritte Satz mit 25:20 an den FSV. Doch auch München konnte sich in diesem hoch interessanten Spiel noch einmal steigern. Im mit 27 Minuten längsten Satz lagen sie bis zum 20:16 immer vorn. Der FSV nahm die letzte Auszeit und war beim 23:23 nahe am Sieg dran. Tolle Abwehraktionen ihres Gegners und etwas zu wenig Mut im Aufschlag führten zum 24:26 Satzverlust und zum Tiebreak. Bis zum letzten Seitenwechsel (3:8) waren die FSV-Damen zu sehr mit der entgangenen Chance beschäftigt und München witterte einen wichtigen Auswärtssieg. Lisa Müller und Eva-Maria Schröter leisteten nun zusammen mit Simone Klaus in der Abwehr Unglaubliches und vorne wurden die Mitten Jassi Beyerle und Kristin Löfflad frecher und aggressiver. So waren eine kleine Aufschlagserie von Lisa Müller zum richtigen Zeitpunkt zur ersten Führung (12:11), ein klasse Block von Jassi Beyerle, ein genialer Leger von Kristin Löfflad und ein finaler Linienkracher von Eva-Maria Schröter die entscheidenden Aktionen zum 15:13 Erfolg.

Trotz Abstand und Maske. Bei solch sehenswerten Veranstaltungen springt der Funke trotzdem über.

Ohne ihren Kapitän Laura Geiß und Libera Anna Stelzle (beides vereinsinterne Sicherheitsmaßnahmen) waren die Damen 2 am Sonntag gegen die Münchnerinnen auf verlorenem Posten. Diese sorgten mit ihrer Aufschlagstärke für Verwirrung in der Ballannahme beim FSV. Die somit durchsichtig gewordenen Angriffe wurden oft Beute des starken Blocks. Einzig Carina Willig punktete fleißig. Mit 25:17 ging der Auftakt klar an München. Die FSV-Damen kämpften sich mit viel Engagement zurück ins Spiel und waren nun mit allen Angreifern erfolgreich. Leider beendete beim 17:8 eine fulminante Münchner Aufschlagserie bis zum 17:17 dieses Stimmungshoch. Hier vermisste man Libera Anna Stelzle doch sehr. Die Rieserinnen fingen sich wieder, hatten im engen Endspurt aber nicht das notwendige Glück und unterlagen trotz dieses Vorsprunges mit 24:26. Jetzt war es schwer wieder zurück zu kommen, zumal München locker auf 18:12 davonzog. Es spricht für die Moral der FSV-Damen, dass sie sich noch einmal bis auf 21:22 herankämpften. Der entscheidende Durchbruch wollte aber nicht gelingen, so dass München mit 25:22 den 3:0 Sieg holte.

FSV 1: Theresa Wizinger, Marie Deißler, Steffi Stimpfle, Kristin Löfflad, Jassi Beyerle, Maria Altenburger, Lisa Müller, Melli Dauser, Eva-Maria Schröter, Simone Klaus

FSV 2: Jenny Stempfle, Marlene Klaus, Carina Willig, Leonie Gabler, Madeleine Gerth, Cindy Helmschrot, Sandra Hirsch, Johanna Altenburger, Antonia Leberle

Bilder zum Spiel gibt’s hier

Bayernliga – Vorschau – München Ost gegen beide FSV-Teams

Vor zwei Wochen noch Gegner, hier Carina Willig gegen den Block von Maria Altenburger (3) und Kristin Löfflad. Am Wochenende wollen sie beide erfolgreich gegen München Ost 2 sein.

2 Tage hält sich der Tabellendritte der Volleyballbayernliga, die Zweite der DJK München Ost im Ries auf. Am Samstag um 15.30 Uhr kommt es zum frühen Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Marktoffingen 1. Am Sonntag treffen sie um 14.00 Uhr auf die Zweite des FSV.

Für die mit 3 Siegen erfolgreich gestartete Damen 1 des FSV steht damit die erste Bewährungsprobe auf dem Programm. Dafür sollte sie bereit sein, wenn man den Härtetest von letztem Wochenende in Rosenheim (3:2 nach 0:2 Rückstand) zum Maßstab nimmt. Leider sind für diese interessante Begegnung auf Grund der verschärften Coronalage nur sehr begrenzt Sitzplätze auf der Bühne möglich. Dort muss während des gesamten Aufenthaltes eine Maske getragen werden. Das Team ist fit, gesund und motiviert.

Am Tag darauf testet dann die FSV-Zweite das Potential der Münchnerinnen, die im Vorjahr der Hauptkonkurrent um den direkten Ligaerhalt waren. Hier gewannen die FSV-Damen beide Spiele und München musste in die Relegation, die dann aber ausgesetzt wurde. Sie blieben in der Liga und mischen momentan ganz oben mit.

Bayernliga – Damen 1 drehen das Spiel in Rosenheim

Jassi Beyerle, hier beim Heimspiel gegen Eichenau, hatte mit ihrer Rekord verdächtigen Aufschlagserie über 10 Punkte maßgeblichen Anteil am Umschwung in Rosenheim.

Entschlossenheit und Gelassenheit sind zwei Leitbilder der Damen 1 des FSV Marktoffingen. Beide setzten sie, wenn auch in umgekehrter Reihenfolge beim ersten Auswärtsspieltag erfolgreich um. Den 0:2 Rückstand (18:25, 21:25) steckten sie angesichts der durch den Ausfall von Libero Simone Klaus bedingten Systemumstellung einigermaßen gelassen weg. Danach nutzten sie entschlossen die nun vermehrt auftretenden Chancen zu drei Satzgewinnen (25:22, 25:12, 15:12) und fuhren mit einem wertvollen 3:2 Sieg gegen einen starken Gegner zurück ins Ries.

Da auch noch Mittelangreiferin Steffi Stimpfle ausfiel, war der 8-köpfige knappe Kader arg gefordert, zumal Rosenheims Trainer Basti Henning sofort auf die erkennbare Systemumstellung ohne Libero reagierte. Er ließ mit vollem Risiko auf die Position 5 aufschlagen und nutzte auch im Angriff vor allem die Unsicherheit in der Findungsphase der FSV-Abwehr. Nur die ersten 10 Punkte war der FSV dabei, dann dominierte über zwei Sätze das hoch motivierte Rosenheimer Team. Diesen gelang nun fast alles und die FSV-Damen zeigten sich beeindruckt, was sich vor allem in der fehlenden Wirkung der Aufschläge und des Blocks bemerkbar machte. Die Rieserinnen liefen nun immer größeren Rückständen hinterher und Rosenheims Körpersprache in ihren zwei starken Sätzen (25:18, 25:21) war eindeutig auf Sieg im ersten Bayernligaspiel nach dem Aufstieg ausgerichtet. Einziger Lichtblick auf der FSV-Seite war eine kleine Aufschlagserie von Jassi Beyerle, die Rosenheim bei 17:21 zur Auszeit zwang. Trotz der klaren Überlegenheit ihres Gegners schworen sich die FSV-Damen nun noch einmal auf eine starke Gegenwehr ein. Vor allem im Aufschlag wurde nun deutlich mehr riskiert. Theresa Wizinger (3:0), Melli Dauser (6:2), Eva-Maria Schröter (10:6) machten Mut und brachten mehr Sicherheit in die sich steigernde Feldabwehr. Rosenheim hielt weiter stark dagegen. Nach einer FSV-Auszeit bei 17:16 gelang Kristin Löfflad die endgültige Wende in der Halle. Sie servierte bis zum 23:16 und ermöglichte mit 25:22 den ersten Satzgewinn. Jetzt sah man eine völlig geänderte Rollenverteilung in der Halle. Jetzt gelang den FSV-lerinnen alles und Rosenheim produzierte unter diesem Druck Fehler. Sensationell die Aufschläge von Maria Altenburger (5)und vor allem von Jassi Beyerle (10), die entweder als Ass im Feld einschlugen oder den Rosenheimer Aufbau zerstörten. Die jetzt leichter lesbaren Angriffe Rosenheims wurden oft Beute des starken FSV-Blocks oder der Feldabwehr. Im Gegenzug spielten die FSV-Angreiferinnen wie im Rausch. Aus 5:5 wurde ein 20:6. Trotz dieser Schlappe (25:12) war Rosenheim im Tie-break wieder voll da. Beim letzten Seitenwechsel lagen sie mit 8:6 in Führung und machten daraus auch noch das 9:6. Wieder Jassi Beyerle zum 9:9 und danach Lisa Müller zum 13:10 brachten den FSV auf die Siegerstraße. Sehr effektiv in dieser Phase agierte Melli Dauser, die im Angriff mehrere „gescheite Punkte“ machte. Ein verschlagener Aufschlag Rosenheims nach der letzten FSV-Auszeit (15:12) löste einen besonders schönen Jubel beim FSV aus. Ein besonderes Lob verdiente sich auch das Zuspielerpaar Marie Deißler und Theresa Wizinger, das sich bei mehreren taktischen Doppelwechseln im Spielaufbau bestens ergänzte.

FSV: Marie Deißler, Theresa Wizinger, Kristin Löfflad, Jasmin Beyerle, Maria Altenburger, Lisa Müller, Melli Dauser, Eva-Maria Schröter