Bayernliga – Vorschau – München Ost gegen beide FSV-Teams

Vor zwei Wochen noch Gegner, hier Carina Willig gegen den Block von Maria Altenburger (3) und Kristin Löfflad. Am Wochenende wollen sie beide erfolgreich gegen München Ost 2 sein.

2 Tage hält sich der Tabellendritte der Volleyballbayernliga, die Zweite der DJK München Ost im Ries auf. Am Samstag um 15.30 Uhr kommt es zum frühen Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Marktoffingen 1. Am Sonntag treffen sie um 14.00 Uhr auf die Zweite des FSV.

Für die mit 3 Siegen erfolgreich gestartete Damen 1 des FSV steht damit die erste Bewährungsprobe auf dem Programm. Dafür sollte sie bereit sein, wenn man den Härtetest von letztem Wochenende in Rosenheim (3:2 nach 0:2 Rückstand) zum Maßstab nimmt. Leider sind für diese interessante Begegnung auf Grund der verschärften Coronalage nur sehr begrenzt Sitzplätze auf der Bühne möglich. Dort muss während des gesamten Aufenthaltes eine Maske getragen werden. Das Team ist fit, gesund und motiviert.

Am Tag darauf testet dann die FSV-Zweite das Potential der Münchnerinnen, die im Vorjahr der Hauptkonkurrent um den direkten Ligaerhalt waren. Hier gewannen die FSV-Damen beide Spiele und München musste in die Relegation, die dann aber ausgesetzt wurde. Sie blieben in der Liga und mischen momentan ganz oben mit.

Bayernliga – Damen 1 drehen das Spiel in Rosenheim

Jassi Beyerle, hier beim Heimspiel gegen Eichenau, hatte mit ihrer Rekord verdächtigen Aufschlagserie über 10 Punkte maßgeblichen Anteil am Umschwung in Rosenheim.

Entschlossenheit und Gelassenheit sind zwei Leitbilder der Damen 1 des FSV Marktoffingen. Beide setzten sie, wenn auch in umgekehrter Reihenfolge beim ersten Auswärtsspieltag erfolgreich um. Den 0:2 Rückstand (18:25, 21:25) steckten sie angesichts der durch den Ausfall von Libero Simone Klaus bedingten Systemumstellung einigermaßen gelassen weg. Danach nutzten sie entschlossen die nun vermehrt auftretenden Chancen zu drei Satzgewinnen (25:22, 25:12, 15:12) und fuhren mit einem wertvollen 3:2 Sieg gegen einen starken Gegner zurück ins Ries.

Da auch noch Mittelangreiferin Steffi Stimpfle ausfiel, war der 8-köpfige knappe Kader arg gefordert, zumal Rosenheims Trainer Basti Henning sofort auf die erkennbare Systemumstellung ohne Libero reagierte. Er ließ mit vollem Risiko auf die Position 5 aufschlagen und nutzte auch im Angriff vor allem die Unsicherheit in der Findungsphase der FSV-Abwehr. Nur die ersten 10 Punkte war der FSV dabei, dann dominierte über zwei Sätze das hoch motivierte Rosenheimer Team. Diesen gelang nun fast alles und die FSV-Damen zeigten sich beeindruckt, was sich vor allem in der fehlenden Wirkung der Aufschläge und des Blocks bemerkbar machte. Die Rieserinnen liefen nun immer größeren Rückständen hinterher und Rosenheims Körpersprache in ihren zwei starken Sätzen (25:18, 25:21) war eindeutig auf Sieg im ersten Bayernligaspiel nach dem Aufstieg ausgerichtet. Einziger Lichtblick auf der FSV-Seite war eine kleine Aufschlagserie von Jassi Beyerle, die Rosenheim bei 17:21 zur Auszeit zwang. Trotz der klaren Überlegenheit ihres Gegners schworen sich die FSV-Damen nun noch einmal auf eine starke Gegenwehr ein. Vor allem im Aufschlag wurde nun deutlich mehr riskiert. Theresa Wizinger (3:0), Melli Dauser (6:2), Eva-Maria Schröter (10:6) machten Mut und brachten mehr Sicherheit in die sich steigernde Feldabwehr. Rosenheim hielt weiter stark dagegen. Nach einer FSV-Auszeit bei 17:16 gelang Kristin Löfflad die endgültige Wende in der Halle. Sie servierte bis zum 23:16 und ermöglichte mit 25:22 den ersten Satzgewinn. Jetzt sah man eine völlig geänderte Rollenverteilung in der Halle. Jetzt gelang den FSV-lerinnen alles und Rosenheim produzierte unter diesem Druck Fehler. Sensationell die Aufschläge von Maria Altenburger (5)und vor allem von Jassi Beyerle (10), die entweder als Ass im Feld einschlugen oder den Rosenheimer Aufbau zerstörten. Die jetzt leichter lesbaren Angriffe Rosenheims wurden oft Beute des starken FSV-Blocks oder der Feldabwehr. Im Gegenzug spielten die FSV-Angreiferinnen wie im Rausch. Aus 5:5 wurde ein 20:6. Trotz dieser Schlappe (25:12) war Rosenheim im Tie-break wieder voll da. Beim letzten Seitenwechsel lagen sie mit 8:6 in Führung und machten daraus auch noch das 9:6. Wieder Jassi Beyerle zum 9:9 und danach Lisa Müller zum 13:10 brachten den FSV auf die Siegerstraße. Sehr effektiv in dieser Phase agierte Melli Dauser, die im Angriff mehrere „gescheite Punkte“ machte. Ein verschlagener Aufschlag Rosenheims nach der letzten FSV-Auszeit (15:12) löste einen besonders schönen Jubel beim FSV aus. Ein besonderes Lob verdiente sich auch das Zuspielerpaar Marie Deißler und Theresa Wizinger, das sich bei mehreren taktischen Doppelwechseln im Spielaufbau bestens ergänzte.

FSV: Marie Deißler, Theresa Wizinger, Kristin Löfflad, Jasmin Beyerle, Maria Altenburger, Lisa Müller, Melli Dauser, Eva-Maria Schröter

Damen 4 und 5 sowie Jugend U18

Jede Menge Volleyball stand für die U18 und U16 Mädels des FSV Marktoffingen am Wochenende auf dem Programm. Am Samstag gingen sie in den Erwachsenenligen an den Start und am Sonntag bei der U18

Kreisliga:

Als Neuling in der Kreisliga gelang den U18 Mädels mit 3:0 gegen Meitingen gleich der erste Sieg. Den erfahreneren Damen aus Biberbach mussten sie nach starker Gegenwehr mit 1:3 die Punkte jedoch überlassen. Mit guter Aufschlagtechnik und fleißiger Abwehrarbeit um die Libera Sophie Bachmann brachten sie gegen Mitaufsteiger Meitingen die entscheidenden Pluspunkte auf das Feld. Vor allem im ersten Satz nervten sie mit mehreren Serien ihren Gegner (25:4). Das solide Aufbauspiel über Zuspielerin Dina Grübl ermöglichte ihnen mit 25:18 und 25:12 einen sicheren ersten Sieg in der Liga. Der etablierte Kreisligist Biberbach hatte im zweiten Spiel alle Hände voll zu tun, um den Angriff der FSV-Youngsters noch abzuwehren. Das 20:25 im ersten Satz konterten die FSV-Mädels mit 26:24. Knapp und heiß umkämpft, beim 24:23 hatte man sogar Satzball, ging der dritte Satz mit 26:24 an Biberbach, die danach mit 25:14 das Spiel mit 3:1 entschieden.

FSV4: Dina Grübl, Leni Hager, Sophie Bachmann, Nicole Müller, Lilli Seitz, Janina Rauh, Sophia Hoffmann, Charlotte Jung, Ina Klaus, Laura Offinger

Kreisklasse

Zum ersten Mal in der Erwachsenenliga traten die U16- Mädels in der Kreisklasse gegen Gosheim 2 und Ebermergen an. Sie waren in beiden Spielen ein ernst zu nehmender Gegner und forderten in den Riesderbys ihre Gegner heraus. Gegen Gosheim verloren sie mit 1:3 (13:25, 23:25, 25:23, 16:25) und gegen Ebermergen mit 0:3 (14:25, 21:25, 19.25) Der erste Tabellenführer in der rein Rieser Liga ist Ebermergen, das Gosheim mit 3:1 besiegte.

FSV5: Lisa Wiedemann, Elena Jung, Tia Stimpfle, Amalia Friedrich, Jana Fix, Celine Müller, Emma Wolf, Clara Rieger, Nele Salcher

U18-Mädchen

In dieser Jugendrunde geht es dem FSV vordergründig nicht um Siege und Punkte, sondern darum den Mädels mehr Spielpraxis zu bieten und Spielerinnen mit weniger Erfahrung zu integrieren. Neben der Ersten, die eine wildcard für die Schwäbische hat, gehen zwei weitere U18 Teams in die Punkterunde. In Wallerstein überzeugten sie in einem spannenden Vereinsderby über 3 Sätze ihre Eltern vom Lernfortschritt. Gegen die starke Donauwörther Erste verloren sie beide Spiele mit 0:2.

Bayernliga – Die Erste entscheidet das Derby für sich

Auch wenn das Ergebnis deutlich war, vor allem im ersten Satz ging von der Zweiten wie hier der sprunggewaltigen Leo Gabler einige Gefahr aus. Diese Stärke ihres Gegners nahm die Erste in den nächsten Sätzen durch gute Aufschläge immer mehr aus dem Spiel.

Wer beim Betrachten des reinen Ergebnisses im Marktoffinger Bayernligaduell an einen Langweiler denkt, der hatte beim 3:0 Sieg der Ersten zumindest den ersten Satz verpasst. Die beiden FSV Bayernligateams, die sich natürlich in ihrer Spielanlage bestens kennen, hatten deswegen vom ersten Punkt an auf volle Offensive gesetzt. Die Zweite erwischte den besseren Start (6:2), den aber Eva-Maria Schröter mit 4 Aufschlägen konterte. Jetzt war es bis zum 18. Punkt ein offener Schlagabtausch mit packenden Szenen am Netz und in der Feldabwehr. Die beiden starken Liberos Simone Klaus (Erste) und Anna Stelzle (Zweite) zogen die Bälle beinahe magnetisch an und ermöglichten lange Ballwechsel. Bis zum 19:17 ging es im Ein-Punkt-Rhythmus voran, dann entschied die für den Aufschlag eingewechselte Melli Dauser mit 4 Punkten den Satz doch noch klarer als der Spielverlauf war zugunsten der Ersten (25:19). Einen Traumstart in den zweiten Satz bescherte Zuspielerin Theresa Wizinger der Ersten. Sie schlug bis zum 8:0 geschickt auf, indem sie die Libera Anna Stelzle umging. Jetzt war die erste „on fire“. Im Angriff klappte alles. Ob spektakuläre Aufsteiger mit Kristin Löfflad über die Mitte oder knallharte Linienbälle von Linkshänderin Maria Altenburger über Außen oder mit großer Härte geschlagene „Energiebälle“ von Eva-Maria Schröter – es gab viel zu bewundern. Die Zweite war so mit der Abwehr dieser Angriffe beschäftigt, dass sie ihre beiden starken Mitten Leo Gabler und Carina Willig kaum noch anspielen konnte. Erst beim 16:5 ließ der Druck der Ersten etwas nach und die Zweite kam wieder besser ins Spiel, so dass zumindest etwas Ergebniskorrektur erreicht wurde (25:11). Es spricht für die Moral der Zweiten, dass sie trotz dieser Abfuhr im dritten Satz wieder lange auf Augenhöhe agierte. Jenny Stempfle legte für die Zweite zum 3:0 vor. Die ca. 70 Zuschauer erlebten nun wieder bis zum 16. Punkt den sehenswerten offenen Schlagabtausch wie im ersten Satz. Dann entschied wieder die enorme Aufschlagstärke im gesamten Team der Ersten auch diesen Satz und damit das Spiel. Dieses Mal waren es Lisa Müller und Steffi Stimpfle, die aus einem 16:14 ein 23:15 machten. Das Aufbäumen der Zweiten ermöglichte ihnen noch einen motivierenden Abschluss, den Sieg der Ersten mit 25:20 konnten sie aber nicht mehr verhindern.

FSV 1: Theresa Wizinger, Marie Deißler, Steffi Stimpfle, Jasmin Beyerle, Kristin Löfflad, Lisa Müller, Maria Altenburger, Eva-Maria Schröter, Melli Dauser, Simone Klaus

FSV2: Marlene Klaus, Jenny Stempfle, Carina Willig, Leo Gabler, Madeleine Gerth, Sandra Hirsch, Laura Geiß, Antonia Leberle, Johanna Altenburger, Cindy Helmschrot, Anna Stelzle

Bilder zum Spiel gibt’s hier

Vereinsderby in der Bayernliga

Dynamik, hier Eva-Maria Schröter gegen Eichenau, und Spannung verspricht das Derby in Marktoffingen

Das Marktoffinger Vereinsderby in der Volleyballbayernliga (Sonntag 13.00 Uhr- geändert!) scheint dieses Jahr ein echter Knüller zu werden. Beide Teams bewiesen bei ihren 3:0 Auftaktsiegen gegen Eichenau bzw. Dachau, dass sie in der überlangen Wettkampfpause gut trainiert hatten. Dass alle „heiß auf Volleyball“ waren, drückte sich auch in der enormen Spielfreude aus. Das Derby verspricht ein spannendes und attraktives Spiel zu werden, denn auf Grund der gemeinsamen Ausbildung in der FSV-Talentschmiede sind sich die Spielerinnen in ihren Anlagen ähnlich. Außerdem spielt man seit der U12 miteinander und nur am Sonntag mal ausnahmsweise gegeneinander. Zuschauer sind auf Voranmeldung erwünscht, damit auch diese Saison das Derby eine echte Vereinsshow werden kann. In der letzten Saison endete das Duell 1:1.