Saisonabschluss bei den Volleyballerinnen

Foto hinten v.l.:  Ina Klaus, Trainerin Steffi Stimpfle, Anna_Lisa Wagner, Julia Seitz, Katharina Altenburger, Sarah Boos,
vorne: Marie Geiß, Magdalena Michl, Susi Wagner

Die überlange oftmals Corona beeinträchtigte Saison der Volleyballerinnen des FSV Marktoffingen ist endgültig vorbei. Leider brachte das letzte Ergebnis eine kleine Enttäuschung für die Damen 3. Gersthofen gewann am Freitag sein Nachholspiel gegen Auerbach-Streitheim und zog noch um 2 Punkte an den FSV-Damen vorbei. Lange Zeit führten die FSV-lerinnen die Tabelle der Bezirksklasse mit dem Vorteil von mehreren Spielen deutlich an. Erst im Endspurt gab es aber noch 3 Niederlagen in Altenmünster (zweimal 2:3) und im alles entscheidenden Spitzenspiel in Gersthofen (1:3). Allerdings war das FSV-Team am Saisonende nur noch zum Teil mit dem ursprünglichen Kader identisch. Festgespielte Spielerinnen, die man in der FSV-Zweiten benötigt hatte, und eine noch mit den Folgen von Corona kämpfende Aktive schwächten den Kader. Zwar machten die aus der Vierten und Fünften geholten Nachwuchsspielerinnen ihre Sache gut, aber ganz konnten sie die Leistungsträgerinnen Alicia Gentner, Miriam Streinz und Nadine Willig nicht ersetzen. Der Traum von der Meisterschaft muss verschoben werden, genauso wie die Hoffnung auf eine Relegation. Diese hatte der BVV wegen Corona in allen Ligen abgesetzt, so dass nur der Meister aufsteigen darf. Damit reihen sie sich beim FSV in die Reihe der Corona-Geschädigten ein, denn auch die FSV-Erste (schon zum zweiten Mal in Folge) in der Bayernliga wie auch die Fünfte waren Vizemeister geworden und hätten jetzt die Chance auf einen Relegationsaufstieg gehabt. Während die Aktiven jetzt erst mal die Hallen meiden und sich auf den Beachplätzen vergnügen werden, sitzen die Verantwortlichen schon wieder beisammen und planen die neue Saison.

Jugend U13 – Riesderby bei der Südbayerischen in Vilsbiburg

Von links hinten : Marianne Wizinger, Lea Bauer, Yelda Erdogan, Johanna Frieß , Ramona Wolf, Rebekka Knaus, Jule Singheiser, Thomas Frieß 
Links vorne : Lina Huber, Lara Enßlin , Isabell Hederer, Marie Deibler, Anna-Lena Koglin, Lina Wunderlich (Foto: Josef Wizinger)

Wenn das letzte Spiel bei der südbayerischen Meisterschaft der U13 Mädchen Nördlingen gegen Marktoffingen heißt und es im 16-er Feld um Platz 11 geht, dann weiß man, dass in beiden Vereinen gute Nachwuchsarbeit geleistet wird. Dass sich Marktoffingen dabei erst im Tie-break mit 2:1 durchsetzte, zeigt dass beide Vereine in dieser Altersstufe gleich auf sind. Bei dem zweitägigen Turnier in Vilsbiburg hatten beide Vereine bereits am Samstag trotz Niederlagen gegen die Spitzenteams auch ihre Highlights. Nördlingen beendete nach Siegen gegen Lenggries und Dingolfing hinter dem späteren Sieger Jahn München sogar den zweiten Platz in der Gruppe. Den Sprung zur Bayerischen verpassten sie gegen Mauerstetten 2 mit 0:2. Marktoffingen machte große Formschwankungen durch. Auf den hochwertigen 2:1 Sieg gegen den Vierten der Meisterschaft ESV Neuaubing folgten Niederlagen gegen Lohhof und Straubing. Das führte bei Punktgleichheit dreier Teams zum letzten Gruppenplatz. Am Sonntag kämpften beide Rieser Mannschaften im Topf der Plätze 9-16. Weil sie sich beide ähnlich durchkämpften, endete die Meisterschaft mit dem oben genannten Riesderby in Niederbayern. Marktoffingen gewann dabei gegen Dingolfing, verlor aber gegen Planegg Krailling. Nördlingen besiegte Gotteszell, verlor aber gegen Lohhof. Am Ende waren alle Rieser Mädels (siehe Foto) und die beiden Nachwuchstrainer Marianne Wizinger (FSV) und Thomas Frieß (TSV) hoch zufrieden.

Bayernliga – Sieg in Mauerstetten sichert der Ersten den Vizemeistertitel

Hinten v.l. Betreuerstab Inge Liebhäuser, Susann Löfflad, Elke Schröter, Milena Leberle, Eva-Maria Schröter, Steffi Stimpfle, Co-Trainerin Maresa Lutz, vorne: Lisa Müller, Kristin Löfflad, Marie Deißler, Anna-Maria Stelzle, Jenny Stempfle, Melli Dauser (Foto: Kristin Löfflad)

Nichts weniger als der Titel zum Vizemeister stand auf dem Spiel, als die Damen 1 des FSV Marktoffingen zu ihrem letzten Saisonspiel ausrückten. Im Entscheidungsspiel in Mauerstetten setzen sich die FSV-Damen in einem spannenden Match letztlich 3:1 durch. Die Freude war groß – letztes Saisonspiel und nochmal ein richtiger Kracher zum Schluss. Sowohl Mauerstetten als auch die FSV Damen konnten durch einen Sieg auf Rang 2 klettern. Eigentlich sollte der Showdown in Marktoffingen stattfinden, Mauerstetten gab jedoch das Rückspiel im Mai kampflos an den FSV ab.

Wie so oft in dieser Saison hatte man nicht die komplette Mannschaft dabei, Jasmin Beyerle und Maria Altenburger fielen aus. Sogar der allgegenwärtige Trainer Josef Wizinger fehlte, er betreute die U14-Mädchen bei der südbayerischen Meisterschaft in Vilsbiburg. In dieser kuriosen Saison war allerdings niemand beeindruckt von einem dezimierten Kader, es wurden schon einige Siege eingefahren in verschiedensten Aufstellungen. Außerdem fühlten sich die FSV Damen bei Co-Trainerin Maresa Lutz bestens aufgehoben.

Entsprechend kaltschnäuzig starteten die Damen 1 in das Spiel. Druckvolle Aufschläge, eine gute Annahme um Libera Anna Stelzle und vor allem harte Angriffe über alle Positionen verschafften zur Mitte des Satzes ein angenehmes Polster zum 17:13. In der heißen Phase konnte Mauerstetten mit einigen clever gesetzten Angriffen über die Mitte noch einmal verkürzen auf 22:20. Maresa Lutz appellierte in einer Auszeit noch einmal an die Konzentration des Teams und forderte „knallharte Angriffe“. Das ließ sich niemand zweimal sagen, der Satz wurde mit 25:22 zugemacht.

Im zweiten Satz konnte sich vorerst niemand absetzen, das Aufschlagsrecht wechselte beinahe bei jedem Ballwechsel. Erst durch zwei Aufschlagserien von Milena Leberle und Kristin Löfflad zeigte sich Mauerstetten beeindruckt und unterlag letztlich deutlich mit 15:25. Danach gab es kein Halten mehr – „VIZEMEISTER VIZEMEISTER HEY HEY“ schallte es durch die Halle. Der gesicherte Punkt reichte den Marktoffingerinnen bereits aus, um klipp und klar auf dem zweiten Platz zu bleiben.

Ausgelassen starteten die FSV Damen in den dritten Satz und führten deutlich mit 17:10, danach wurde es jedoch eng. Die Konzentration schien dahin, Mauerstetten fand oft die Lücke im Block und der FSV scheiterte am gegnerischen Block. Am Ende des Satzes wollte nichts mehr klappen, bevor man sich recht versah ging der Satz mit 25:20 an das Heimteam.

Der vierte Durchgang sollte nun den Sieg bringen, zum Vizemeistertitel wollte man auf keinen Fall eine Niederlage mit heim bringen. Alle waren sich einig, harte Angriffe und Kampf in der Abwehr mussten her. Vor allem Eva-Maria Schröter setzte sich ein ums andere Mal durch und ließ ihre Angriffe bei Mauerstetten einschlagen. Alle waren wieder hellwach auf dem Feld, Marie Deißler konnte alle Angreifer nach Belieben einsetzen. Doch spannend wurde es trotzdem bis zum 23:23, erst Eva-Maria Schröter konnte die letzten beiden Bälle auf den Boden bringen und es konnte endgültig gefeiert werden.

15 Siege und 5 Niederlagen stehen nach dieser turbulenten Saison auf dem Konto der Damen 1. Vor Burgberg und Mauerstetten konnte man sich den zweiten Tabellenplatz sichern, normalerweise ist das Ticket für die Relegation zur Regionalliga gewiss. Leider wurde bereits im November 2021 aufgrund der Corona Krise vom Verband entschieden, die Relegationsspiele nicht stattfinden zu lassen. Bereits in der Saison 2019/20 erging es der Damen 1 so, auch da hätte man gerne die Relegation gespielt.

Da bleibt einem nur übrig, sich auf die kommende Saison zu freuen. Vielleicht klappt es ja dann mit dem erträumten Wiederaufstieg in die Regionalliga. Vorerst möchte sich die Damen 1 bei allen Sponsoren, Helfern und Zuschauern für die tatkräftige Unterstützung bedanken und verabschiedet sich in die Sommerpause. Im Oktober 2022 dürfen wir uns wieder auf spannende Spiele in heimischer Halle freuen.

Bericht: Milena Leberle

Bayernliga – Damen I gewinnt überlegen gegen die ersatzgeschwächte Zweite

Egal wie sich die Damen 2, hier Leonie Gabler, auch streckten – die Damen 1 war einfach besser

Wenn Freitagabend die Sektkorken knallen, dann wird entweder ein großartiges bevorstehendes Wochenende eingeleitet, oder es gibt etwas zu feiern. Etwas zu feiern gab es wohl auf jeden Fall in der Marktoffinger Mehrzweckhalle. Grund dafür war der 6. Sieg in Folge (der zwischendurch nur vom Meister Rosenheim unterbrochen wurde) der Damen 1 im Vereinsderby gegen die Zweite. Viel schöner am eindeutigen 3:0 Sieg war jedoch die Tatsache, dass auch die zweite Mannschaft zusammen mit der ersten ausgelassen mitfeierte. Dies macht wiederum deutlich, warum Volleyball auf hohem Niveau spielen in Marktoffingen zwar oberste Priorität hat, es jedoch vielmehr die Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Teamgeist ausmachen, die den Verein so derart erfolgreich machen. Nur knapp eine gute Stunde dauerte das Feuerwerk, das die Damen 1 abbrannten – dann war das doch mit Spannung vorher erwartete vereinsinterne Spiel schon vorbei. Die Vergangenheit hat gezeigt, bisher waren diese Spiele immer sehr ausgeglichen und durchaus immer mit viel Unterhaltungspotential für die Fans. Freitagabend jedoch war es nur im ersten Satz bis zum 2:6 Vorsprung der Damen 2 spannend. 5 lange Flatteraufschläge die Linie entlang von Antonia Leberle, sorgten für die erste und schlussendlich einzige Führung im gesamten Spiel. Was danach passierte war, wie bereits oben gesagt, ein wahres Volleyballfeuerwerk der ersten Mannschaft, die bewies, was diese Saison wohl alles drin gewesen wäre, wären sie nicht von Verletzungspech und Corona gebeutelt worden. Fehlerfrei am Aufschlag präsentierte jede einzelne Spielerin eine mehr oder weniger kleine Aufschlagserie, die donnernd bei der zweiten Marktoffinger Garde einschlugen. Marie Deißler wusste alle ihre Angreiferinnen perfekt in Szene zu setzen und diese wiederum hatten alle einen Sahnetag erwischt – fast schon beliebig konnten die Mitten Kristin Löfflad, Steffi Stimpfle und Jasmin Beyerle vorne am Netz punkten und auch über die Außenposition lief es wie aus dem Lehrbuch. Da konnte einem die Damen 2 fast schon Leid tun – ohne Chefcoach Sebastian Stadali, Hauptangreiferin Laura Geiß und Stammspielerin Cindy Helmschrott stand zwar eine stark dezimierte Einheit auf dem Feld, war jedoch die Ansage von Co-Trainerin Theresa Metzger eine klare Sache: Spaß haben und die „Erste“ ein bisschen ärgern. Allerdings fanden sie zu keinem Zeitpunkt irgendwie einen Zugang zum Spiel, vielmehr beeindruckt was ihre Kolleginnen ihnen da präsentierten war dann vielleicht auch der Respekt zu groß. War es die ungewohnte Aufstellung (Zuspielerin Marlene Klaus musste wieder als Angreifer ran) oder doch die Nervosität zu groß, die Erste ließ der Zweiten nicht den Hauch einer Chance. Positiv jedoch noch zu vermerken: Mit Marie Geiß und Jana Fix konnten zwei Damen 3 und Damen 5 Spielerinnen jeweils erfolgreiche Spielerfahrung in der Bayernliga sammeln – was zeigt, um die Zukunkt beim FSV braucht man sich keine Sorgen zu machen. Mit jeweils über 10 Punkten Vorsprung gewannen die Damen 1 jeden einzelnen Satz und haben sich dadurch am Dauerzweitplatzierten TSV Burgberg vorbeigeschoben und stehen nun sogar – wäre es eine normale Saison gewesen – auf dem Relegationsplatz zur Regionalliga. Diese fällt allerdings aufgrund der besonderen „Corona-Saison“ aus. Nächste Woche können sie jedoch gegen den SV Mauerstetten die Platzierung auf dem Silberpodest noch festigen. Was für ein Wahnsinnserfolg, der für alle Beteiligten vermutlich mehr als überraschend nach dieser Saison feststeht. 

Diese deutliche Niederlage schnell aus den Köpfen streichen und fokussiert und konzentriert am Sonntag ins letzte Heimspiel starten, um sich noch einmal von der besten Seite den Fans gegen den SV Mauerstetten zu zeigen – war eigentlich die Devise der Damen 2 nach der deutlichen Niederlage Freitagabend. Allerdings wurde aus diesem Vorhaben nichts, denn nach noch mehr Ausfällen im Team konnte mit nur noch 5 spielfähigen Leuten das letzte Spiel der Saison leider nicht mehr angetreten werden. Schade eigentlich, war doch die Saison zwar eher vom Pech verfolgt, hätten sie aber bestimmt gerne noch einmal alles in die Waagschale geworfen um vielleicht doch noch einen Sieg zu holen.

FSV I: Kristin Löfflad, Steffi Stimpfle, Jasmin Beyerle, Melli Dauser, Lisa Müller, Milena Leberle, Marie Deißler, Marie Geiß, Anna Maria Stelzle, Maria Altenburger

FSV II: Marlene Klaus, Jenny Stempfle, Alicia Gentner, Michelle Grimmeißen, Jana Fix, Johanna Altenburger, Miri Streinz, Leo Gabler, Madeleine Gerth, Antonia Leberle

(Bericht: Antonia Leberle)

Kreisklasse – Marktoffingen V mischt im Titelkampf mit

Freude nach dem Sieg über Tabellenführer Donauwörth 3, hinten v.l. Tina Stimpfle, Dana Hager, Lisa Wiedemann, Lena Schöps, Clara Rieger, Amalia Friedrich, Elena Jung, Emma Wolf, vorne Marianne Wizinger, Jana Fix, Celine Müller, Josef Wizinger
 

Der Titelkampf in der Volleyballkreisklasse spitzt sich vor den letzten 3 Spielen zu. Ausschlaggebend waren dazu am Samstag zwei Spitzenspiele, bei denen zwei Mal Marktoffingen 5 beteiligt war. Zuerst erspielten sich die FSV-Mädchen in diesem Titelkampf einen Vorteil, indem sie den mit nur 6 Aktiven angetretenen bisher ungeschlagenen Tabellenführer Donauwörth in eigener Halle klar mit 3:0 besiegten. In dem Vergleich der Gleichaltrigen beider Vereine (U16, U18) überzeugten die FSV-lerinnen mit einer besseren Ballannahme und starken Aktionen in der Offensive, was sich in den klaren Satzgewinnen von 25:17, 25:19 und 25:15 ausdrückt. Danach wurden sie in Harburg vom Tabellendritten Ebermergen deutlich mehr gefordert. Jetzt war eine körperlich starke Erwachsenenmannschaft der Gegner, der im Aufschlag und am Netz sein Potential wirksam ausschöpfte. Trotz der 1:3 Niederlage enttäuschten die FSV-Mädels keineswegs. Sie spielten in allen 4 Sätzen auf Augenhöhe. Nach zwei verlorenen Sätzen (25:19, 25:23) verkürzten sie mit 25:16 eindrucksvoll zum 1:2. Ebermergen entschied nach 18:18 Gleichstand mit einer Aufschlagsserie das Spiel (25:18). Da Ebermergen auch sein Spiel gegen Hollenbach mit 3:1 gewann, gibt es an der Spitze dieses Bild: Ebermergen (27 Punkte), Marktoffingen 5 (26), Donauwörth 3 (25). Jetzt spielt Marktoffingen noch das Rückspiel gegen Ebermergen und Donauwörth hat noch Spiele gegen Mönchsdeggingen und Hollenbach. Spannender geht es nicht. Alles ist möglich im Titelkampf.