Whats going on?- FSV 1 schlägt Meister Straubing und feiert Volleyball-Party

Es gibt diese besonderen Momente im Sport, in denen plötzlich alles zusammenpasst. Wenn aus Einsatz pure Energie wird, aus Teamgeist echte Magie und wenn man als Zuschauer spürt, dass hier gerade etwas einzigartiges entsteht. Genau so ein Moment war dieser Samstagnachmittag in Marktoffingen. Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und bereits feststehenden Meister NawaRo Straubing II spielten sich die FSV-Damen in einen Rausch – und am Ende stand ein sensationeller 3:0-Erfolg.Vielleicht war es genau diese Mischung aus Unbekümmertheit und Leichtigkeit, die das Spiel der Rieserinnen so besonders machte. Trainerin Theresa Wizinger hatte im Vorfeld bewusst den Druck von ihrer Mannschaft genommen und das Duell als das „einfachste Spiel der Saison“ bezeichnet – schließlich gab es nichts zu verlieren. Jeder Punkt sollte gefeiert werden wie ein einzig andauernde Volleyball Party. Und genau das setzten die Spielerinnen von Beginn an eindrucksvoll um. Mit Tina Stimpfle am Aufschlag erwischte der FSV einen Traumstart und zog direkt auf 7:1 davon. Doch es waren nicht nur die Punkte, es war die Art und Weise: Jeder Ball wurde umkämpft, jede Aktion gefeiert, als wäre es bereits der Matchball. Die Halle stand früh unter Strom. Straubing kämpfte sich mit seiner Klasse zurück und verkürzte auf 19:20, plötzlich war wieder alles offen. Doch genau in dieser Phase bewies das Trainergespann ein goldenes Händchen. Der Doppelwechsel mit Jenny Stempfle und Christina Altenburger brachte frischen Wind ins Spiel. Beide setzten sofort wichtige Akzente und der FSV sicherte sich mit 25:21 verdient die Satzführung.
Im zweiten Durchgang zeigte Straubing dann, warum sie völlig zurecht an der Tabellenspitze stehen. Mit druckvollen Aufschlägen brachten sie die FSV-Annahme ins Wanken, einzelne Aktionen wirkten verkopft, ein 5:9-Rückstand war die Folge. Wieder war es eine starke Aufschlagserie, die die Wende einleitete. Gleichzeitig stabilisierte sich die Annahme, stellte sich immer besser auf die gegnerischen Angaben ein und ermöglichte ein variables Angriffsspiel. Vor allem Zuspielerin Marie Deißler, die an diesem Tag wie aufgedreht über das Feld wirbelte, fand immer wieder perfekte Lösungen und setzte ihre Angreiferinnen glänzend in Szene.
Der FSV kämpfte sich zurück und begann dann selbst zu dominieren. Plötzlich stand der Tabellenführer unter Druck. Stefanie Stimpfle übernahm Verantwortung an der Grundlinie und setzte die Gäste weiter unter Druck. Marktoffingen spielte sich nun in einen echten Lauf und sicherte sich auch den zweiten Satz, die 2:0-Führung war perfekt. Nun war es spürbar: Die Rieserinnen wollten mehr. Gierig auf den großen Coup, bereit, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Die letzten Prozent wurden herausgekitzelt, jede Spielerin ging über ihre Grenzen hinaus. Kristin Löfflad und Tina Stimpfle dominierten vorne am Netz, punkteten mit Wucht und Übersicht, während die gesamte Mannschaft wie ein perfekt eingespieltes Uhrwerk agierte. Es war genau diese geschlossene Teamleistung, die man sich im perfekten Moment wünscht,  jede Spielerin mit ihrem Anteil, jede Aktion von Bedeutung und die Mannschaft wuchs über sich hinaus.
Und dann kam dieser Moment im dritten Satz. Beim Stand von 20:14 dröhnte „What’s going on?“ durch die Halle  und genau das spiegelte die Gedanken aller wider. Was hier gerade passierte, war kaum zu fassen. Gegen einen Gegner, der die Liga dominiert hatte, spielte der FSV Volleyball wie aus einem Guss. Mit 25:19 machten die Marktoffingerinnen schließlich den Deckel drauf. Der Jubel kannte keine Grenzen. Eine eineinhalbstündige Volleyball-Party, die in Erinnerung bleiben wird. Ein Sieg, der mehr war als nur drei Punkte , ein Highlight und ein perfekter Abschluss für die Saisonpause. Die FSV Damen rangieren auf dem vierten Tabellenplatz nach dem letzten Spieltag nach einer starken Saison, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.