Perfekter letzter Heimspieltag für Damen 2

Für die Damen II des FSV Marktoffingen ging es am letzten Spieltag der Saison sportlich um nichts mehr – und genau das war die beste Voraussetzung für einen gelungenen Auftritt. Bereits im Vorfeld hatten die direkten Konkurrenten ihre Spiele verloren, sodass der Klassenerhalt vorzeitig feststand. Entsprechend lautete das klare Motto für den Heimspieltag: befreit aufspielen, den Fans noch einmal zwei starke Spiele zeigen und die Saison mit attraktivem Volleyball abschließen.
Und genau das setzten die Marktoffingerinnen von Beginn an eindrucksvoll um. Ohne Druck, dafür mit viel Spielfreude und Energie entwickelte sich von dem ersten Ballwechsel an ein Spiel auf bemerkenswert hohem Niveau. Die beiden Gegner, der FC Ebenhofen und der TSV Weißenhorn, waren in der Tabelle vor dem FSV platziert, zudem gingen bereits die Hinspiele verloren , beste Voraussetzungen also für zwei intensive und anspruchsvolle Partien.
Was die Zuschauer in der Halle zu sehen bekamen, hatte jedoch wenig mit klassischem Bezirksliga-Alltag zu tun. Beide Spiele waren geprägt von langen Ballwechseln, druckvollen Aufschlägen, stabiler Annahme und variablen Angriffen auf beiden Seiten. Immer wieder zeigten die Teams sehenswerte Aktionen, sodass sich nicht nur die Fans, sondern auch Beteiligte selbst die Frage stellten, ob dieses Niveau nicht deutlich über der Liga anzusiedeln war.
Ein Schlüssel zum starken Auftritt der Marktoffingerinnen war dabei das Zusammenspiel im Angriff. Vor allem Zuspielerin Dina Grübl setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene und harmonierte hervorragend mit den Mittelangreiferinnen Julia Seitz und Eva Simon. Mit viel Übersicht fand sie stets die richtigen Lösungen, sodass über die Mitte zahlreiche Punkte erzielt werden konnten. Aber nicht nur die Mittelangreifer auch auf den anderen Positionen dankten Nicole Müller und Eva Stengel mit druckvollen und clever platzierten Angriffen, die immer wieder für spektakuläre Aktionen am Netz sorgten.
Auch in der Annahme und Abwehr zeigte sich der FSV in Bestform. Libera Katharina Rode sorgte mit ihrer Präsenz auf dem gesamten Feld für einen stabilen Spielaufbau. Sie hatte die Annahme jederzeit sicher im Griff und überzeugte zudem mit ihrer Schnelligkeit und Übersicht in der Abwehr, wodurch viele scheinbar verlorene Bälle im Spiel gehalten werden konnten.
Ein weiterer wichtiger Faktor war die mannschaftliche Geschlossenheit. Trainerin Maresa Lutz nutzte den Spieltag bewusst, um viel zu rotieren und das mit Erfolg. Alle zwölf Spielerinnen kamen zum Einsatz und wurden gebraucht. Eine Situation, die im Laufe der Saison aufgrund des oft dünnen Kaders nicht selbstverständlich war. Umso schöner war es, dass beim letzten Heimspiel noch einmal alle dabei waren und jede ihren Teil zu diesem gelungenen Auftritt beitragen konnte. 
Im zweiten Spiel des Tages gegen den FC Ebenhofen zeigte sich erneut die Qualität im Marktoffinger Spiel. Auch Zuspielerin Theresa Wizinger überzeugte mit viel Übersicht und Spielwitz und setzte ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene. Vor allem über die Außenpositionen konnten immer wieder Punkte erzielt werden, unter anderem durch starke Aufschläge von Lina Bachmann und Carina Willig. Besonders dramatisch verlief der dritte Satz, der denkbar knapp mit 24:26 verloren ging. Doch anstatt sich davon aus dem Konzept bringen zu lassen, zeigte das Team große Moral und entschied den vierten Satz in einem hochspannenden Finish mit 28:26 für sich.
So verabschieden sich die Damen II des FSV Marktoffingen mit zwei hochklassigenAuftritten aus der Saison. Auch wenn es tabellarisch um nichts mehr ging, setzte das Team ein klares Ausrufezeichen und zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in ihm steckt.