Bayernliga – Damen 2 holen in Tiefenbach nur einen Satz

So kennt man Leo Gabler normalerweise – bei einem Schnellangriff über die Mitte. Aufgrund der neuen Corona-Maßnahmen spielt sie momentan aber über die Außenposition.

650 km Anreise, 6 Stunden Fahrtzeit und dann “nur” einen Satz geholt. Wieder mit einem minimalen Kader von 8 Spielerinnen fuhren die Damen 2 des FSV Marktoffingen ins niederbayerische Tiefenbach. Aus der vergangenen Saison wussten die Mädels um die Angriffs- und Aufschlagstärke der Gegnerinnen und so bereitete man sich in der vorangegangenen Trainingswoche explizit mit dem Thema Annahme auf das Spiel vor. Die lange Fahrt lag den Rieserinnen wohl noch in den Beinen, denn nach einem klassischen Fehlstart brauchte Trainer Sebastian Stadali beim Spielstand von 5:18 schon seine zweite Auszeit. Die gefürchteten langen Aufschläge der Tiefenbacher und selbst zu ideenlos im Angriff machten es den Marktoffingerinnen schwer, selbst zum Punktgewinn zu kommen. So war der erste Satz nach knapp 15 min Spielzeit schon vorbei und man lag 0:1 hinten. Die lange Reise soll nicht umsonst gewesen sein – so schwor Trainer Stadali seine Mannschaft in der Satzpause ein, im Angriff mutiger und im Aufschlag volles Risiko zu gehen. Zuerst noch zaghaft aber dann mit immer mehr Selbstvertrauen setzte sein Team diese Ansage um. Eine stabile Annahme um Libera Alicia Gentner ermöglichte es den beiden Zuspielern Jenny Stempfle und Marlene Klaus ihre Angreiferinnen immer besser in Szene zu setzen. Vor Allem Laura Geiß mit taktisch klugen kurzen Lobs und hart geschlagenen Diagonalbällen brachte den Gegner aus der Routine. Aggressiver auch im Aufschlag gelang mit Antonia Leberle nun auch endlich die lang vermisste Aufschlagstärke der FSV Damen, vom 13:12 bis zum 22:12. Nervenstark verwandelte Madeleine Gerth zum Satzende alle 3 Matchbälle mit einem Ass im gegnerischen Feld. Satzausgleich – beide Teams waren jetzt voll im Spiel angekommen und so vielversprechend startete der dritte Satz. Jede Mannschaft schaffte es immer wieder einen kleinen Vorsprung von 1-2 Punkten auszubauen. Lange Ballwechsel zehrten an den Kräften der Spielerinnen, kein Team wollte kampflos Punkte verschenken. Wieder war es am Ende eine Aufschlagserie, diesmal zu Gunsten der Tiefenbacherinnen, die den Satz für sich entschied. Beim Seitenwechsel zum entscheidenden Satz zeigte sich noch einmal der Kampfgeist der Gäste. Die starke Abwehr der Heimmannschaft und ein groß gewachsener Dreierblock machte es Marktoffingen schwer im Angriff sich durchzusetzen. Auch wenn es Carina Willig immer wieder schaffte zu punkten, schlichen sich doch viele Leichtsinnsfehler ins Spiel der Rieserinnen mit ein und man lag immer einem deutlichen Rückstand hinterher. Da Tiefenbach nun auch im Angriff deutlich frecher punktete ging auch dieser Satz am Ende mit 25:15 verloren.

Enttäuscht fuhr man am Ende mit nur einem Satzgewinn zurück ins Ries. Dass es doch eher die eigenen Fehler sind mit denen man sich das Spiel selber schwer macht ist zwar frustrierend aber daran lässt sich arbeiten. Nächsten Sonntag bietet sich dazu gleich die nächste Gelegenheit, denn aufgrund einer Ausnahme im Spielplan findet dann schon das Rückspiel gegen den FC-DJK Tiefenbach statt. Da man den Gegner jetzt schon kennt, kann man sich also optimal auf die bekannten Stärken des Teams vorbereiten, um dann hoffentlich mehr als nur einen Satzgewinn zu der Seite des FSV zu verbuchen.

FSV Marktoffingen 2: Leonie Gabler, Laura Geiß, Alicia Gentner, Madeleine Gerth, Marlene Klaus, Antonia Leberle, Jenny Stempfle, Carina Willig

(Bericht von Antonia Leberle)

Jugend U18 – Deutliche Überlegenheit der FSV-Mädchen

Sie freuen sich über jede sportliche Gelegenheit, die ihnen zur Zeit geboten wird.
v.l.  vorne: Lisa Wiedemann, Celine Müller, Emma Wolf, Nele Salcher, Jana Fix, Elena Jung, hinten: Trainerin Marianne Wizinger, Dana Hager, Tina Stempfle, Lina Bachmann, Hannah Desir, Clara Rieger (Foto: Josef Wizinger)

Die U18 Mädchen des FSV Marktoffingen packten die ihnen durch die Sonderregelung für Schülerinnen gebotene Spielmöglichkeit in Gersthofen beim Schopf und spielten groß auf. „Selbst bei deutlichen Vorsprüngen blieben sie „on fire“ so Roman Fix, der lobenswerter Weise als Betreuer eingesprungen war, nach dem Spieltag. Dies, gepaart mit großem Können, bekamen ihre Gegnerinnen aus Nördlingen (25:4, 25:3) und Gersthofen (25:4, 25:5) auch zu spüren. Nur der Tabellenzweite Rehling schaffte es als erster Gegner der Liga in den zweistelligen Bereich zu kommen (25:11, 25:16).

Bayernliga – Damen 1 bezwingen Eichenau, unterliegen aber dem Tabellenführer

Sie stemmten sich auch gegen Burgberg mit aller Macht dagegen, mussten sich am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Hier Nadine Willig (11), die Entdeckung des Spieltages und Melli Dauser (5)

Die personell arg gebeutelten Damen 1 des FSV Marktoffingen holten sich am Wochenende nach zwei intensiven Spielen mit 3:1 zumindest die Punkte gegen den Eichenauer SV. Am Tag darauf zeigten sie noch einmal eine geschlossene Teamleistung verloren am Ende aber knapp mit 1:3 gegen den Tabellenführer Burgberg.

Ohne 4, aber wild entschlossen Punkte zu holen, traten die FSV-Damen gegen den Eichenauer SV an. Das Spiel war von Anfang an eine intensive Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe. Geprägt von klasse Angriffszügen und leidenschaftlicher Abwehrarbeit beider Teams konnte sich keiner einen Vorteil verschaffen. Beim 19:19 wurde es erstmals gefährlich für den FSV, denn Eichenau ging mit 21:19 in Führung. Trainer Josef Wizinger brachte die von der Dritten ausgeliehene Nadine Willig und glich zum 23:23 aus. Lisa Müller holte mit 2 erfolgreichen Aufschlägen den ersten Satz (25:23) und musste sich danach aus privaten Gründen von der Partie verabschieden. Jetzt waren neben Marie Geiß als zweite Zuspielerin nur noch die Grundsechs, die jetzt durchspielen mussten, auf dem Feld. Eva-Maria Schröter verbreitete mit einer beeindruckenden Aufschlagserie bis zum 10:1 Selbstbewusstsein in ihrem Team. Nadine Willig, die bisher nie höher als Bezirksliga eingesetzt worden war, spielte ab sofort dermaßen erfolgreich im Angriff und Aufschlag, dass sie nicht nur Ersatz sondern ein voller Gewinn war. Sie sorgte auch nach dem zwischenzeitlichen 15:15 Ausgleich zusammen mit Eva-Maria Schröter mit je einer 5-er Aufschlagserie für das 2:0 des FSV (25:17). Eichenau kam noch einmal zurück, bestimmte mit seinen Außenangreiferinnen den gesamten 3. Satz bis zu seinem ersten Satzgewinn mit 25:21. Nun merkte man allen FSV-lerinnen an, dass sie nach den negativen Erfahrungen vom letzten Samstag, gewillt waren, dieses Mal frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit unbändigem Siegeswillen war nun nötig, um die nun immer mehr aufkommenden Damen des SV Eichenau zu besiegen. Ein Sonderlob gebührt hier Libera Anna-Maria Stelzle und Zuspielerin Marie Deißler. Die individuelle Klasse beim Aufschlag von Milena Leberle und erneut Nadine Willig kehrten in der Satzmitte knappe Rückstände in knappe FSV-Führungen um. Beim 22:22 gelangen den FSV-Damen unter dem Aufschlag von Marie Deißler die entscheidenden drei Punkte zum 25:22.

Mit dem TV Burgberg stellte sich am Tag darauf der Tabellenführer vor. Gespickt mit zahlreichen Spielerinnen des TSV Sonthofen stand hier der neben Rosenheim bisher spielstärkste Gegner gegenüber. Beinahe unüberwindlich in der Abwehr, sicher und genau in der Ballannahme und eine überragende Zuspielerin Milena Bauch hatten das Spiel über 2 Sätze sicher im Griff. Die FSV-Damen wehrten sich und versuchten alles, aber nach 2 Sätzen stand es 0:2 (18:25, 17:25). Was das FSV-Team danach zeigte, brachte ihnen den Respekt des reduzierten, aber mitfiebernden Publikums ein. „Es hat trotz der Niederlage enorm Spaß gemacht“ resümierte danach Milena Leberle. Mit Linkshänderin Anna-Lisa Wagner kam nun auch die dritte Spielerin aus der Damen 3 zum Einsatz und brachte neue Möglichkeiten in den Angriff. Das gesamte Team riskierte nun noch mehr im Angriff und Aufschlag und kämpfte in der Abwehr wild entschlossen. Beim 18:21 Rückstand gelangen Marie Deißler und Lisa Müller zwei entscheidende Aufschlagserien zum 25:22. In diesem Stil ging es im vierten Satz weiter, nur dass beim 22:21 für den FSV nun den Burgbergerinnen die 4 notwendigen Big-points zum 25:23 gelangen. Gute Erkenntnis am Rande: Mit Nadine Willig, Anna-Lisa Wagner und Marie Geiß entdeckte Trainer Wizinger drei Talente im Verein, die ihm in der Zeit, in der Corona die Aufstellung mitbestimmt, sehr hilfreich sein können.

FSV: Marie Deißler, Marie Geiß, Steffi Stimpfle, Nadine Willig, Eva-Maria Schröter, Lisa Müller, Melli Dauser, Milena Leberle, Anna-Maria Stelzle, Anna-Lisa Wagner

Bayernliga – Vorschau – Richtung weisendes Wochenende für Damen 1

Auf der unterbesetzten aber zugleich sehr wichtigen Position in der Netzmitte setzt der FSV auf Energiebündel Eva-Maria Schröter, die sonst auf Außen spielt.

Ein Richtung weisendes Wochenende steht für die Damen 1 des FSV Marktoffingen auf dem Programm. Zum einen treffen sie am Samstag um 15.30 Uhr auf den einen Punkt hinter ihnen platzierten Eichenauer SV und am Sonntag um 14.00 Uhr auf Tabellenführer Burgberg, der 3 Punkte mehr, aber auch ein Spiel mehr absolviert hat. Zum anderen treten die FSV-Damen mit stark dezimiertem Kader an. Neben der Langzeitverletzten Zuspielerin Theresa Wizinger, bei ihr wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert, dürfen auch drei weitere Spielerinnen wegen den Coronavorschriften nicht antreten. Zumindest haben sich Milena Leberle und Anna-Maria Stelzle als gesund zurückgemeldet. Für die ausgedünnte, schwierige Mittelangreiferposition hat die willensstarke Eva-Maria Schröter ihre Dienste angeboten. Um bei der Doppelbelastung gut gerüstet zu sein, hat Trainer Josef Wizinger mit Marie Geiß (Zuspielerin) und Nadine Willig (Mitte) zwei Nachwuchsspielerinnen aus der Dritten in den Kader berufen. Für die Zuschauer, die die FSV-Damen gerne als Unterstützung dabei hätten, gilt die 2 G-Regel.