Regionalliga – Nichts zu holen beim Tabellenführer Esting

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Das Spiel in Esting war hauptsächlich eine Frage der Größe. Nur selten war diese so ausgeglichen wie hier im Kampf der beiden Mittelangreiferinnen, hier Steffi Stimpfle für den FSV.

 

Der Tabellenführer SV Esting war für die Regionalligadamen des FSV Marktoffingen, wie befürchtet, eine Nummer zu groß und nahm die Rieser Hürde souverän mit 3:0. Die Meisterschaft dürfte für die Münchner Vorstädterinnen bei 7 Punkten Vorsprung so gut wie sicher sein. Die FSV-Damen halten sich weiterhin in einer 5-köpfigen Gruppe auf, die sich um Platz 2 streiten.

Esting ist eine der Mannschaften in der Liga, die durch ihr Gardemaß auffällt. Gegen solche Gegner tut sich der FSV häufig schwer, weil er nur wenig Möglichkeiten besitzt, die Angriffe nach hohem Zuspiel auf die Position 4 zu entschärfen. Auch der SV Esting griff zu 80% auf diese Angriffsmethode zurück und hatte damit Erfolg. Die Rieserinnen kämpften tapfer, gaben nie auf und erlaubten Esting kaum größere Vorsprünge. Andererseits konnten sie jenseits der 20 Punkte-Marke auch nie in Führung gehen und damit für Gefahr sorgen. Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für Esting (10:7, 11:8, 12:10). Dann gelang ihnen mit 17:13 erstmals eine deutlichere Führung. Trainer Wizinger ermutigte in 2 Auszeiten sein Team, das Angriffsspiel mit mehr Varianten zu versehen. Dies setzte vor allem die eingewechselte Manuela Liebhäuser mit 4 gefährlichen Aufschlägen um. Bevor es enger wurde, nahm auch Esting eine Auszeit, die bewirkte, dass danach Manu Liebhäuser an der Netzkante scheiterte, was zur Folge hatte, dass der Satz mit 25:20 an Esting ging. Im 2. Satz hatten die FSV-Damen viel zu lange Annahmeprobleme gegen eine Estinger Aufschlägerin, die den Ball in einer sehr langen Flugbahn auf die Reise schickte. Erst beim klaren Rückstand von 8:16 hatte man ein Gegenrezept gefunden. Jetzt folgte die beste FSV-Phase mit vielen gelungenen Angriffen über Eva-Maria Schröter, Steffi Stimpfle oder Joana Hurler. Esting war nun ernsthaft gefordert und benötigte beim Stand von 13:16 und 22:24 zwei Auszeiten. Letztendlich gewannen sie aber auch diesen Satz mit 25:22. Genauso ging es im 3. Satz weiter. Ein klasse kämpfender FSV erzielte schöne Punkte, kam bis zum Ausgleich heran und dann besann sich Esting wieder auf die hohen Pässe nach außen, wo sich die lange Garde spätestens im 2. oder 3. Versuch durchsetzte. Mit 19:25 verloren die FSV-lerinnen auch den dritten Satz und damit ein Spiel, das man nicht gewinnen muss. Fazit: 75 Minuten schön mitgespielt und einen angenehmen Gegner abgegeben. Für ein knapperes Ergebnis, an einen Sieg ist auf Grund der Kräfteverhältnisse nicht zu denken, wäre es notwendig gewesen, öfters mit nicht so ansehnlichen, dafür eher zerstörerischen Mitteln ans Werk zu gehen. Den Zuschauern war‘s wohl so Recht, wie es gelaufen ist.

FSV: Theresa Wizinger, Simone Stark, Steffi Oettle, Eva-Maria Schröter, Melanie Dauser, Jojo Hurler, Steffi, Rebekka und Maresa Stimpfle, Manuela Liebhäuser