Regionalliga – Damen 1 zu fehleranfällig

Auf Augenhöhe waren die FSV-Damen, hier Christina Altenburger sogar deutlich darüber, gegen Obergünzburg oft, aber insgesamt zu wenig konstant und zu fehleranfällig.

Die Damen 1 des FSV Marktoffingen tun sich zur Zeit schwer, das Niveau der Regionalliga über die Dauer eines Spieles in die Halle zu bekommen. Trotz guter Vorbereitung, passender Einstellung und viel Kampfbereitschaft der FSV-Damen reichten dem Titelanwärter Obergünzburg in allen drei Sätzen jeweils ein oder zwei Phasen, um das Spiel sicher mit 3:0 zu gewinnen. Zwar hat man zwei Spiele vor Schluss immer noch 1 oder 2 Punkte Vorsprung auf Friedberg bzw. Erlangen, aber das Restprogramm hat es in sich.

Ganz im Gegensatz zum Spiel gegen Sonthofen, in dem man sich zum Start regelrecht überrollen ließ, waren die FSV-Damen vom Start weg präsent. Sie forderten den Gegner vor allem im Angriff, der sich aber gekonnt einen 3-4 Punktevorsprung erspielte und diesen über den gesamten Satz hielt. Der Hauptvorteil der Gäste lag eindeutig im Aufschlag-Annahmekomplex, in dem die Gäste konstant stark, das Heimteam dagegen enorm fehleranfällig agierten. Deutlich erkennbar, wie die Serie der Niederlagen diese einstige Stärke des FSV zerstört hatte. Der 2. Satz ließ zunächst eine Fortsetzung der in den letzten Spielen so häufig aufgetretenen Leistungseinbrüche befürchten. Beim 9:17 nahm Trainer Josef Wizinger die letzte Auszeit. Mit der Erkenntnis, dass ein möglicher Abstieg zum Sport gehört und auch nicht so schlimm wäre, betrat sein Team wieder das Spielfeld und war fortan mental ein anderes. Bedingungsloser Einsatz und mutige Angriffe über alle Positionen brachten wieder Stimmung in die Halle und schweißten Zuschauer und Team zur Einheit. Es gelang trotz Niederlage eine Ergebniskorrektur im 2. Satz (15:25). Klasse Szenen auf beiden Seiten bestimmten auch den dritten Satz. Als dann Jenny Stempfle endlich doch eine der bekannten FSV-Aufschlagserien zündete, ging ihr Team erstmals in Führung. Weitere starke Szenen in der Abwehr und Angriff und endlich ein paar effektive Aufschläge mehr ließen beim 21:17 auf einen Satzgewinn hoffen. Obergünzburg reagierte im Stile eines Spitzenteams cool und effektiv, bestrafte jeden Fehler des FSV und holte sich auch diesen Satz noch mit 25:22. Zwei Spiele vor Schluss ist noch alles drin. Es muss aber noch ein Sieg her, um den die FSV-Damen bedingungslos fighten werden. Die Erkenntnis, dass angesichts des aktuellen Leistungspotentials auch ein Abstieg kein Unheil, bestenfalls ein Unglück wäre, ist längst da.

FSV: Theresa Wizinger, Jenny Stempfle, Melli Dauser, Manu Liebhäuser, Eva-Maria Schröter, Steffi Löhmann, Steffi Stimpfle, Kristin Löfflad, Rebekka Obel, Maria und Christina Altenburger, Lisa Müller

Bilder vom Spiel