Regionalliga – Damen 1 holen Punkt in Schwabing

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Wenn man so glänzend frei gespielt wird, wie hier Steffi Stimpfle, dann kracht es im Gebälk. Ein ganzes Rudel von FSV-lerinnen sichert ab, was gegen die blockstarken Schwabingerinnen auch dringend notwendig war

Die Regionalligadamen des FSV Marktoffingen entführten einen Punkt aus München. Dieser war auch redlich verdient, weil sie dem Drittligabsteiger FTM Schwabing über 2 Stunden vehementen Widerstand geboten hatten, bis mit 3:2 dessen Sieg feststand. Coach Josef Wizinger stellte nach dem Spiel auch sehr zufrieden fest: „Das war wohl eines unserer besten Auswärtsspiele.“

Mit Schwabing trafen die FSV-lerinnen wieder einmal auf einen körperlich äußerst starken Gegner, der den Wiederaufstieg fest im Visier hat. Zum Umfeld eines Spitzenspieles passte auch die neue, erstmals bespielte Halle, in der es richtig Spaß machte. Diesen Spaß brachten die Rieserinnen, die auf ihre Libera Simone Stark verzichten mussten, sofort aufs Feld. Trainer Wizinger hatte seiner Mannschaft einige taktische Umstellungen, die auf das körperliche Übergewicht Schwabings abgestimmt waren, verpasst. So übernahm dieses Mal Maresa Lutz das Zuspiel. Aufbauend auf eine sichere Ballannahme zauberte sie am Netz manche Überraschung aufs Feld. Eine erste Aufschlagserie über 6 Punkte der erneut sehr starken Manuela Liebhäuser brachte den FSV in Führung (12:9). Schwabing antwortete mit knallharten Diagonalschlägen über die Außen. Rebekka und Steffi Stimpfle waren dazu der Gegenpol auf der FSV-Seite. Es war richtig was los und lange Ballwechsel nicht selten. Erst nach 31 Minuten hatte Schwabing das glücklichere Händchen und gewann mit 30:28. Schwabing hatte nun leichte Vorteile bis der FSV mit Eva-Maria Schröter am Aufschlag ein weiteres Mal zuschlug. 7 Aufschläge in Serie und atemberaubende Abwehrschlachten, die meist zugunsten des FSV endeten, brachten mit 25:19 den Ausgleich. Im 3. Satz ein kleines Leistungstief beim FSV. Man agierte nicht mehr so konsequent im Aufschlag und Angriff und stand nun ständig unter Druck. Die bockstarke FSV-Abwehr hielt dem Angriffsfeuerwerk Schwabings nicht mehr stand und Schwabing lag erneut vorne (25:16). Schwabing blieb dominant und hatte bis zum 11:7 das Spiel sicher im Griff. Doch die FSV-Damen mobilisierten nun die letzten Reserven, riskierten viel im Spielaufbau, den nun wieder Theresa Wizinger lenkte, und holte Punkt um Punkt auf. Nach jeweils 4 Aufschlägen von Theresa Wizinger und Melanie Dauser lag man sogar mit 15:13 in Führung. Das Spiel hatte inzwischen seinen Höhepunkt erreicht und die 1 Punkteführung wechselte nun hin und her. Den Schlussakt bestimmte wieder Theresa Wizinger, die mit ihren gefährlichen Aufschlägen aus einem 21:23 Rückstand ein 25:23 machte. Mit großem Jubel feierten die FSV-Damen den ersten Punktgewinn. Und es ging gut weiter, weil der FSV in dieser Stimmung weiter Gas gab. Bei der Führung von 7:3 wurde jedoch das FSV-Hoch jäh gestoppt. Vera Schmelz, eine routinierte Spielerin, die schon viele Jahre in höheren Klassen verbracht hatte, erwischte so etwas, was man einen Lauf bezeichnet. Bis zum 15:7 (!) schlug sie ununterbrochen auf. Was der FSV auch unternahm, ging daneben. In dieser Phase vermisste Trainer Wizinger seine verhinderte Libera Simone Stark doch sehr. Wenn auch das Ende unrühmlich war, so hatte das FSV-Team mit einer großartigen Leistung einen Punkt aus München mit ins Ries gebracht. Bemerkenswert noch der erste lange Einsatz von Nachwuchsspielerin Maria Altenburger, die vor allem mit einer enorm ballsicheren Annahme und Abwehr überzeugte.

FSV: Theresa Wizinger, Steffi, Rebekka und Maresa Stimpfle, Eva-Maria Schröter, Melli Dauser, Manuela Liebhäuser, Steffi Oettle, Maria Altenburger