Regionalliga – Damen 1 gewinnen auch in Erlangen

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Knappe Spiele zu gewinnen macht einfach Spaß. Nicht umsonst heißt ein alter Volleyballspruch: „3:2 ist viel schöner als 3:0.“

 

Die Regionalligadamen des FSV Marktoffingen entdeckten am Sonntag in Erlangen wieder ihre in letzter Zeit bei Auswärtsspielen vermisste Willenskraft und Durchsetzungsvermögen.

Nach einer intensiven und bis zum Schluss sehr spannenden Begegnung setzten sie sich gegen den heimischen TV mit 3:2 durch und festigten damit mit 22 Punkten ihren dritten Tabellenplatz.

Die Erlanger erzielten in letzter Zeit gute Ergebnisse und konnten die Abstiegsplätze verlassen. Vor allem das knappe 2:3 beim ungeschlagenen Tabellenführer DJK München-Ost hatte ihrem Selbstbewusstsein sichtlich gut getan. Sie begannen auch gegen den FSV sehr mutig und mit viel Risikobereitschaft und hatten vor allem in den Offensivaktionen wie Aufschlag, Angriff und Block Vorteile. Der FSV lief ständig einem Rückstand hinterher und musste am Ende zu Recht mit 18:21 den Satz abgeben. Trainer Josef Wizinger ermutigte in der Satzpause sein Team, im Aufschlag mehr Risiko zu gehen und ermahnte sie zugleich, im Spielaufbau weniger leichte Fehler zu produzieren. Und seine Mannschaft verstand die Anweisungen. Steffi Oettle setzte mit 5 Sprungaufschlägen haarscharf die Linie lang das erste Zeichen zum Aufbruch. Vor allem die Mittelangreiferinnen, allen voran Steffi Stimpfle, fanden vermehrt die Lücke im Block und in der Feldabwehr des Gegners. Die Führungen von 9:3 und 10:6 gaben weiter Auftrieb. Für die endgültige Wende sorgte Joana Hurler, die mit 7 Sprungaufschlägen die Erlanger Ballannahme zur Verzweiflung brachte. Mit diesem Vorsprung im Rücken lief das FSV-Angriffsspiel wie nach Plan: 25:15 und das Spiel begann dem Ergebnis nach wieder am Nullpunkt (1:1). Nicht jedoch die Aktionen auf dem Feld, denn beide Teams waren nun heiß und rochen die Chance auf Punkte. Erlangen begann mit ihrem schnellen Spiel über die Außen wieder mit leichten Vorteilen, aber der FSV blieb eng dran. Dann setzte Melanie Dauser, die sonst in der Zweiten spielt und zum Schnuppern im Regionalligakader dabei war, das Vertrauen ihres Trainers genial in Punkte um. Erstmals eingewechselt beim 13:13 schlug sie bis zum 19:13 auf und machte diesen Satz völlig überraschend zu ihrem Satz (25:22). Das war eine erste Führung aber noch lange keine Vorentscheidung, weil Erlangen angetrieben von ihrem Trainer und den Zuschauern sich sofort wieder fing und den besseren Start in den 4. Satz hinlegte. Dem FSV-Block gelang der Zugriff auf die beiden gefährlichen Außenangreiferinnen zu selten. Die Rückstände wuchsen schnell (2:9) und waren bis zum Schluss nicht mehr aufzuholen (11:16, 15:21, 18:25). Der Tie-break, in der letzten Saison auswärts die Stärke des FSV, musste entscheiden und die FSV-Damen besannen sich anscheinend wieder auf ihre alte Stärke. Bis zum 6:5 gelang keinem ein Vorsprung, dann entschied wieder die individuelle Klasse zweier Spielerinnen das Match. Zuerst baute Jojo Hurler mit ihrer zweiten Aufschlagserie ins gleiche Eck den Vorsprung auf 10:5 aus, dann machte die wieder enorm lauffreudige Zuspielerin Theresa Wizinger die nochmals aufkommenden Siegeshoffnungen des TV (11:9) mit 3 klasse Aufschlägen zunichte (14:11). Noch einmal Spannung (14:12). Eva-Maria Schröter, der die Entschlossenheit ins Gesicht geschrieben stand, versenkte in ihrem dritten Anlauf den Ball zum umjubelten Siegestreffer.

FSV: Theresa Wizinger, Simone Stark, Rebekka und Steffi Stimpfle, Steffi Oettle, Manuela und Julia Liebhäuser, Eva-Maria Schröter, Joana Hurler, Melanie Dauser