Regionalliga – Damen 1 bieten in München tollen Volleyballsport gegen den Tabellenführer

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Eva-Maria Schröter sammelte mit ihren couragierten Angriffen viele Punkte für ihr Team

 

2 Stunden Volleyball vom Feinsten, eine für Münchner Verhältnisse beachtliche Kulisse von ca. 150 Zuschauern und eine von einem DJ angeheizte Stimmung – das Spitzenspiel der Regionalliga zwischen der DJK München-Ost und dem FSV Marktoffingen war ein Event der Extraklasse. Der Spielverlauf, 2:0 für München, Ausgleich zum 2:2 und dann 3:2 für die DJK, passte da stimmungsmäßig bestens dazu. So mussten die FSV-lerinnen die erste Niederlage hinnehmen, wurden aber mit einem Punkt für ihren couragierten Auftritt beim Tabellenführer belohnt.

FSV-Trainer Josef Wizinger, der sich seit 33 Jahren in diesem Geschäft bewegt, kann sich an eine derartige Veranstaltung in München nicht erinnern. Man kann es nur mit Aufbruchsstimmung der besonderen Art bei diesem Münchner Traditionsclub beschreiben. Nach vielen Misserfolgen gelang dieses Jahr endlich der Aufstieg. Nun hat man mit dritter oder gar zweiter Liga große Ziele formuliert. Mit einem mit hochwertigen Neuzugängen bestückten großen Kader (und das in zweifacher Hinsicht) und einem wie oben beschriebenen Umfeld empfingen sie die Rieserinnen. Sie machten auch gleich ernst und fegten bis zum 10:5 ihren Gegner mit harten Aufschlägen und schnellen Angriffen vom Feld. Dann hatte sich der FSV an das ungewohnte Umfeld gewöhnt und hielt dagegen. Bis zum 21:21 wurde um jeden Ball gekämpft. Die Entscheidung mit 25:21 fiel begünstigt durch einige unnötige FSV-Fehler viel zu schnell und zu leicht. Der zweite Satz war eine Kopie des Ersten. Eine schnelle DJK-Führung (12:7), der harte Fight bis zur Endphase 16:16 und das viel zu schnelle Ende auf Grund einiger Annahmeschwächen – 17:25 und 0:2. Sollte es das gewesen sein mit dem Spitzenspiel? Bevor das vom Hallen-DJ in Aussicht gestellte schnelle 3:0 Realität wurde, legten die FSV-Damen gleich mehrere Schalter um. In der Abwehr entschärften Meresa Stimpfle und Simone Stark nun selbst die härtesten Knaller und vorne drehten Eva-Maria Schröter und Joana Hurler mächtig auf. Eine kleine Aufschlagserie von Theresa Wizinger vom 11:9 bis zum 15:9 und man war drinnen im Spiel. Das fachkundige Publikum beider Seiten hatte nun viel zu bestaunen und zu beklatschen. Fast eine Stunde aufopferungsvoller Kampf und Mut zu viel Risiko hatten sich gelohnt. Nach zwei Satzgewinnen mit 25:23 und 25:21 war der Ausgleich hergestellt. Der Tie-break verlief nicht nach den Plänen von FSV-Trainer Wizinger. Die FSV-Aufschläge erzeugten nicht mehr die Wirkung der Sätze davor und ermöglichten der DJK ihr Angriffspiel über die lange Garde am Netz vorzutragen. Sauber angespielt war diese nur schwer zu blocken oder abzuwehren. Die DJK zog auf 8:4 bis zum letzen Wechsel davon. Danach kam zwar der FSV auch wieder zu Punkten, die Münchnerinnen hatten aber immer eine Antwort parat, so dass der Vorsprung nicht mehr verkürzt werden konnte. Mit 15:10 ging der Sieg mit 3:2 an München, ein Punkt von drei wurde aber mit ins Ries genommen – Lohn für einen von allen Seiten gelobten klasse Auftritt in München.

Theresa Wizinger, Simone Stark, Steffi, Rebekka und Maresa Stimpfle, Manuela Liebhäuser, Steffi Oettle, Joana Hurler, Eva-Maria Schröter

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