Damen 1 – Vorbereitungsturnier in Ulm

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(Weitere Bilder von Hans-Günther stehen online)

Die Regionalligadamen des FSV Marktoffingen legten bei ihrem letzten Vorbereitungsturnier in Ulm die Messlatte bewusst sehr hoch. Diese wackelte zwar, aber fiel nicht. Mit anderen Worten: Mit VBC Glaronia (NLB Schweiz), dem SSV Ulm (3. Liga) und dem VFB Friedrichshafen (Regionalliga Südwest) standen 3 Hochkaräter als Gegner bereit. Trotz der 1:2 Niederlage gegen Ulm bejubelten die FSV-Damen am Ende den überraschenden Turniersieg.

„Jetzt sind wir da, wo wir hin wollten“, zog FSV-Trainer Josef Wizinger nicht nur wegen dieses Erfolges eine positive Bilanz. Nur eine Woche nach dem etwas verhaltenen Auftritt in Wallerstein zeigten die Nordrieserinnen dieses Mal ein ganz anderes Gesicht. Von Anfang an traten sie als eine kompakte Einheit mit viel Einsatzbereitschaft an. Dies war auch notwendig, denn der erste Gegner war immerhin der Schweizer Zweitligist aus dem Kanton Glarus. Zwar standen sie gegen die großen schlagkräftigen Angreiferinnen aus der Schweiz oft unter Druck, aber die FSV-Abwehr um die starke Libera Simone Stark stand wie ein Bollwerk. Was den Schweizern nicht schmeckte, waren die vielen kleinen Nadelstiche der FSV-Damen, die diese aus der Abwehr heraus in Form von geschickten Angriffen auf die Gegenseite schickten. Hier erzielten die einstudierten Angriffszüge über das Hinterfeld oder über die Außen große Wirkung. Nach 2 Sätzen (25:23, 25:22) war die erste Überraschung des Turniers fällig. Der SSV Ulm, der in dieser Saison von Ex-Nationalspielerin Birgit Thumm trainiert wird, hatte mit dem FSV noch eine Rechnung offen. Der Drittligist verlor gegen den FSV vor 2 Wochen mit 3:2 das Einlagespiel in Dillingen. Birgit Thumm, die seit ihrem Showtraining vor 2 Jahren beim FSV einen großen Freundeskreis hat, spielte auch selber mit und hatte ihr Team vor allem beim Service gut auf den FSV eingestellt. Im ersten Satz (17:25) offenbarten die FSV-lerinnen auch ihre einzige Schwächephase, als sie zu lange brauchten, um sich auf die lang auf die Position 1 geschlagenen Aufschläge einzustellen. Als diese Baustelle behoben war, zeigten sie ein weiteres Mal ein Spiel auf Augenhöhe mit dem Drittligisten. 25:19 und ein erst in der Endphase noch relativ deutlich verlorener Tie-break (11:15) waren in Ordnung. Trainer Wizinger, der viele Varianten in der Aufstellung ausprobierte, testete gegen Friedrichshafen Maresa Stimpfle auf der Zuspielerposition. Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit klappe auch dieses Experiment. In einer fulminanten Aufholjagd drehte man nach deutlichem Rückstand den Satz noch mit 25:23. Dann kehrte die an diesem Tag ideenreiche Spielmacherin Theresa Wizinger auf ihren Platz zurück. Ihr Team spielte nun wie aus einem Guss und bewies mit einem starken Satz (25:17), dass es für die anstehende Regionalligasaison bestens gerüstet ist. Jasmin Geiß und Joana Hurler bestätigten ihren überzeugenden Auftritt von Wallerstein. Coach Josef Wizinger stehen damit in seinem 10-er Kader genügend Alternativen zur Verfügung.

Der FSV-Kader:

Zuspiel: Theresa Wizinger

Mittelblock: Steffi Stimpfle, Steffi Oettle, Manuela Liebhäuser, Jasmin Geiß

Außenangreiferinnen: Maresa und Rebekka Stimpfle, Eva-Maria Schröter, Joana Hurler

Libero: Simone Stark

Trainer: Josef Wizinger