Damen 1 – Regionalliga

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Sie können noch/wieder jubeln:  Mannschaftsbetreuerin Inge Liebhäuser, Steffi Stimpfle, Maresa Stimpfle, Monika Kunert, Manuela Liebhäuser, Theresa Wizinger, Simone Stark, Steffi Oettle, Eva-Maria Schröter, Rebekka Stimpfle

 

Samstagabend Lohhof 17.40 Uhr – während zwei Lohhofenerinnen noch einem aus der Ballannahme in die Weite der Carl Orff Halle verspringenden Ball hinterher sprinteten, bejubelten die Damen des FSV Marktoffingen bereits ihren ersten Regionalligasieg. Der erste Happen war auch gleich ein Leckerbissen, denn mit dem SV Lohhof II hatte man einen der Titelaspiranten und zugleich einen klangvollen Namen mit 3:1 (25:23, 25:17, 17:25, 25:22) verspeist.

Das Spiel begann wie erwartet. Der körperlich weit überlegene SV Lohhof zog ein Angriffsspiel der Extraklasse auf und traktierte zudem mit gefährlichen Aufschlägen die FSV Annahme. Als beim Stand von 11:6 alles auf ein schnelles 3:0 hindeutete, fand der FSV immer besser ins Spiel. Zunächst gelang aber nur Ergebniskosmetik (12:8, 17:12, 20:16). Dann kam Eva-Maria Schröter zum Aufschlag, versenkte einen nach dem anderen und plötzlich lag ihr Team mit 21:20 in Führung. Längst hatten auch ihre Mitspielerinnen Lunte gerochen und glaubten an ihre sich überraschend bietende Chance. Lohhof reagierte zunächst noch im Stile einer Spitzenmannschaft und versuchte es mit knallharten Schmetterschlägen über die Diagonale, wo ab jetzt über das ganze Spiel FSV-Libera Simone Stark echt stark stand und selbst die härtesten Bälle entschärfte. 25:23 – der FSV hatte ein erstes überzeugendes Lebenszeichen gesetzt. Und sie nahmen diese Euphorie in den zweiten Satz mit. Theresa Wizinger und Rebekka Stimpfle servierten jeweils 4 mal und ihr Team führte mit 8:2. Lohhof versuchte es mit hohen Bällen über die Außen und über das Hinterfeld und kam so ins Spiel zurück, weil die durchwegs kleineren FSV-lerinnen im Block einfach überschlagen wurden. Beim Stand von 15:17 gelang FSV-Zuspielerin Theresa Wizinger eine Aufschlagserie, die für Regionalligaverhältnisse rekordverdächtig ist. Mit ihren Sprungflatteraufschlägen nervte sie die gesamte Lohhofer Annahme und sie zog es durch bis zum umjubelten Siegpunkt. Zwar erzielte sie nicht jedes Mal direkte Punkte, aber sie zerstörte das schnelle Spiel Lohhofs am Netz. Somit hatte die über sich hinauswachsende FSV-Abwehr eine Chance, die Angriffsschläge zu entschärfen. Vorne gingen Stimpfle und Co so richtig ab: 25:17 – der FSV jubelte zum zweiten Mal. Lohhof setzte nun noch mehr auf die hohen Bälle über die Außen und hatte mit diesem Rezept auch zunehmend mehr Erfolg, weil Jugendnationalspielerin Maja Hammerschmidt (16) nun alles ins Feld drosch, was ihr angeboten wurde. Mit 25:17 schaffte Lohhof den Anschluss. Wie der FSV darauf regierte, war das eigentlich Beachtliche an diesem erfolgreichen Tag. In einem Satz auf Biegen und Brechen mit sehr knappem Verlauf gelang es ihnen auch ohne (fast ohne, siehe Satzende) Aufschlagserie mit dem Favoriten auf Augenhöhe zu bleiben. Die Führungen wechselten hin und her. 21:18, 22:19 der FSV schlug zum Satzende einen guten Weg ein. Bei 22:22 benötigte Coach Josef Wizinger seine letzte Auszeit und beschwor sein Team, noch einmal alles zu geben und risikobereit zu bleiben. Gesagt getan. Maresa Stimpfle holte mit einem Angriff die Linie lang das Aufschlagrecht zurück und Manuela Liebhäuser schickte zwei ihrer gefürchteten Sprungflatteraufschlägen, die Lohhof nur unzulänglich annehmen konnte, durch die Halle. 25:23- was sich in den letzten Spielen schon andeutete, wurde wahr: Wenn die FSV-Damen ihr Spiel aufziehen können, dann sind sie auch in der Regionalliga konkurrenzfähig.