Regionalliga – Damen 1 müssen sich auf Abstieg einstellen

Erfolg und Misserfolg, die FSV-Volleyballerinnen halten zusammen. Die vor Ort bei der Südbayerischen erfolgreichen U13 Mädchen feuerten ihre Vorbilder kräftig an.

Nach der 0:3 Niederlage in Mauerstetten müssen sich die Damen 1 des FSV Marktoffingen wohl mit dem Gedanken befassen, dass sie nach tollen 7 Jahren die Regionalliga wieder verlassen müssen. Auch bei einem Heimsieg im letzten Spiel gegen den SV Esting sind sie auf die Schützenhilfe Bambergs angewiesen, das den mit zwei Punkten vor dem FSV liegenden TSV Friedberg empfängt.

In Mauerstetten trafen sie auf eine spielstarke Heimmannschaft, die nicht nur die Vorrundenniederlage gegen den FSV korrigieren sondern auch den Aufstieg in die dritte Liga sichern wollte. Ein wahres Feuerwerk an super Aufschlägen und ohrenbetäubendem Lärm durch den Hallensprecher prasselte von Beginn an auf die FSV-Damen ein. Beim 3:8 und 8:19 konnte einem Angst und Bange um den FSV werden. Anweisungen durch den Trainer waren nicht möglich, weil man aus zwei Metern Entfernung schon nichts mehr verstand. Dann zeigten die Rieserinnen eine Reaktion, die auch für die Zukunft Richtung weisend sein sollte. Sie standen als Team zusammen und hielten dagegen. Melli Dauser machte mit 5 Aufschlägen den Anfang. Danach brauchte auch Mauerstetten zwei Auszeiten, bis sie den Satz mit 25:20 gewonnen hatten. An dem Klassenunterschied änderte sich auch in den nächsten Sätzen nichts, schon weil die Allgäuerinnen weiter „bundesligareif“ aufschlugen. Ganz anders als bei den letzten Auswärtsniederlagen kämpften die FSV-lerinnen munter weiter und machten ihre Punkte. Eine Siegeschance hatten sie aber über das gesamte Spiel nicht. Die anderen zwei Sätze endeten mit 25:11 und 25:17 so deutlich, dass beim FSV nicht verborgen blieb, dass man in der Rückrunde die Klasse der Liga nicht mehr aufbringen konnte. Ein weiteres nettes Signal für die Zukunft setzten die FSV-Damen nach dem Spiel, als sie mit ihren erfolgreichen U13-Mädchen, die nebenan in Kaufbeuren die Fahrkarte zur Bayerischen gelöst hatten, gemeinsam essen gingen.

FSV: Theresa Wizinger, Jenny Stempfle, Steffi Stimpfle, Steffi Löhmann, Kristin Löfflad, Eva-Maria Schröter, Maria und Christina Altenburger, Melli Dauser, Manu Liebhäuser, Anna Maria Stelzle

Bilder zum Spiel

Regionalliga – Damen 1 zu fehleranfällig

Auf Augenhöhe waren die FSV-Damen, hier Christina Altenburger sogar deutlich darüber, gegen Obergünzburg oft, aber insgesamt zu wenig konstant und zu fehleranfällig.

Die Damen 1 des FSV Marktoffingen tun sich zur Zeit schwer, das Niveau der Regionalliga über die Dauer eines Spieles in die Halle zu bekommen. Trotz guter Vorbereitung, passender Einstellung und viel Kampfbereitschaft der FSV-Damen reichten dem Titelanwärter Obergünzburg in allen drei Sätzen jeweils ein oder zwei Phasen, um das Spiel sicher mit 3:0 zu gewinnen. Zwar hat man zwei Spiele vor Schluss immer noch 1 oder 2 Punkte Vorsprung auf Friedberg bzw. Erlangen, aber das Restprogramm hat es in sich.

Ganz im Gegensatz zum Spiel gegen Sonthofen, in dem man sich zum Start regelrecht überrollen ließ, waren die FSV-Damen vom Start weg präsent. Sie forderten den Gegner vor allem im Angriff, der sich aber gekonnt einen 3-4 Punktevorsprung erspielte und diesen über den gesamten Satz hielt. Der Hauptvorteil der Gäste lag eindeutig im Aufschlag-Annahmekomplex, in dem die Gäste konstant stark, das Heimteam dagegen enorm fehleranfällig agierten. Deutlich erkennbar, wie die Serie der Niederlagen diese einstige Stärke des FSV zerstört hatte. Der 2. Satz ließ zunächst eine Fortsetzung der in den letzten Spielen so häufig aufgetretenen Leistungseinbrüche befürchten. Beim 9:17 nahm Trainer Josef Wizinger die letzte Auszeit. Mit der Erkenntnis, dass ein möglicher Abstieg zum Sport gehört und auch nicht so schlimm wäre, betrat sein Team wieder das Spielfeld und war fortan mental ein anderes. Bedingungsloser Einsatz und mutige Angriffe über alle Positionen brachten wieder Stimmung in die Halle und schweißten Zuschauer und Team zur Einheit. Es gelang trotz Niederlage eine Ergebniskorrektur im 2. Satz (15:25). Klasse Szenen auf beiden Seiten bestimmten auch den dritten Satz. Als dann Jenny Stempfle endlich doch eine der bekannten FSV-Aufschlagserien zündete, ging ihr Team erstmals in Führung. Weitere starke Szenen in der Abwehr und Angriff und endlich ein paar effektive Aufschläge mehr ließen beim 21:17 auf einen Satzgewinn hoffen. Obergünzburg reagierte im Stile eines Spitzenteams cool und effektiv, bestrafte jeden Fehler des FSV und holte sich auch diesen Satz noch mit 25:22. Zwei Spiele vor Schluss ist noch alles drin. Es muss aber noch ein Sieg her, um den die FSV-Damen bedingungslos fighten werden. Die Erkenntnis, dass angesichts des aktuellen Leistungspotentials auch ein Abstieg kein Unheil, bestenfalls ein Unglück wäre, ist längst da.

FSV: Theresa Wizinger, Jenny Stempfle, Melli Dauser, Manu Liebhäuser, Eva-Maria Schröter, Steffi Löhmann, Steffi Stimpfle, Kristin Löfflad, Rebekka Obel, Maria und Christina Altenburger, Lisa Müller

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Bayernliga – Damen 2 zeigen Topleistung

 

Volleyball auf hohem Niveau beim Bayernligaspieltag in Marktoffingen. Lisa Müller im Angriff.

Trotz einer Topleistung konnten die Bayernliga-Damen des FSV im Heimspiel gegen den Tabellenführer Straubing 2 keine Punkte einfahren. Sie gewannen den ersten, hart umkämpften Satz knapp mit 26:24. Es blieb aber der einzige Satzgewinn und man verlor mit 1:3.

Die gut eingestellten FSV-Damen traten dem mit Auswahlspielerinnen gespickten Kader des Tabellenführers mutig entgegen und forderten diesen vom ersten Punkt weg voll heraus. Zwei kleinere FSV-Führungen 8:4 und 10:7 glich Straubing mit seinen körperlichen Vorteilen am Netz wieder aus. Die FSV-Abwehr um ihre starke Libera Kathi Neuner kratzte manchen Ball aus dem Feld und die glänzend aufgelegte Zuspielerin Marie Deißler brachte ihre viel kleineren Angreiferinnen so gut in Position, dass diese immer wieder „durch kamen“. Der Lohn: ein nicht erwarteter, aber erhoffter Satzgewinn mit 26:24. Straubing hatte anscheinend danach erwartungsgemäß alles im Griff: 6:1. Als danach Jasmin Beyerle bis zum 9:6 ihre Aufschläge teilweise direkt durchbrachte und Straubings Libera frustriert die rote Karte kassierte, war auch beim Tabellenführer klar, dass man im Ries nicht im Vorbeigehen siegreich sein kann. Souverän und sehenswert demonstrierten sie nun die Klasse eines Tabellenführers mit den Strukturen eines Zweitbundesligisten (Straubing 1). 25:18 und 25:13 – alles lief wieder seine geordneten Bahnen. Doch dann verlangten die sich noch einmal steigernden FSV-Damen ihren Gästen alles ab. Lange Ballwechsel, spektakuläre Punkte und klasse Stimmung bis zum 20:20. Dann machte Straubing mit seiner Klasse in wenigen Minuten alles klar (20:25). Am Ende gab es zwar keine Punkte aber viel Beifall für die FSV-Damen.

FSV: Marie Deißler, Kathi Neuner, Verena Deffner, Leo Gabler, Jasmin Beyerle, Andi Liebhäuser, Lisa Müller, Milena Bergdolt, Antonia Leberle, Sandra Hirsch

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