Kreisklasse und U18 – Überlegene Siege ohne Satzverlust

4 Spiele, vier Siege, kein Satzverlust. Das ist die lupenreine Bilanz der FSV Mädchen vom Wochenende. Am Samstag schob sich die FSV-Fünfte als zweifacher Sieger bei den Riesderbys gegen Nördlingen und Mönchsdeggingen an die Spitze der Kreisklasse und am Sonntag verteidigten sie mit zwei Siegen gegen Donauwörth und den einzig verbliebenen Kontrahenten Rehling die Führung in der U18 Liga. Das dritte Riesderby gewann Mönchsdeggingen mit 3:0 gegen Nördlingen.

Die weitaus wertvolleren Punkte fuhr der FSV-Nachwuchs in der Kreisklasse ein, weil er sich hier gegen weitaus ältere und größere Gegnerinnen durchsetzte. Ausgehend von einer schon gut entwickelten Aufschlagtechnik und –taktik erspielten sie sich immer wieder sichere Vorsprünge. Aber auch der Spielaufbau ähnelt immer mehr den vereinsinternen Vorbildern aus den höheren Ligen. Nördlingen verfügt zwar über ein körperlich überlegenes Team, das in der Spielerfahrung und damit im Spielaufbau auf Grund eines oft späteren Einstiegs in diese Sportart unterlegen war. Sie zeigten großen Einsatz und wehrten sich mit allen Kräften. Die FSV-Mädchen lagen fast immer deutlich in Führung und gewannen alle drei Sätze mit 25:20. In Mönchsdeggingen hatten die FSV-lerinnen vor ein paar Wochen nach einer 2:0 Führung noch mit 2:3 verloren und dabei die ganze Erfahrung der Südrieserinnen zu spüren bekommen. Daraus hatten sie gelernt und legten gleich mächtig los. Beim 22:6 war klar, dass die FSV-Mädchen diese Revanche wollten. Sie gewannen nach der besten Saisonleistung überlegen mit 25:8, 25:18 und 25:17. Im Spiel Mönchsdeggingen gegen Nördlingen war nur der erste Satz umkämpft (25:22). Danach hatten sie das Spiel im Griff und waren noch zweimal mit 25:15 und 25:18 erfolgreich. In Donauwörth bewies der FSV-Nachwuchs am Sonntag mit stark verkleinertem Kader seine Sonderklasse in Nordschwaben. Donauwörth (25:8 und 25:10) und auch der Zweite Rehling (25:11, 25:16) haben noch nicht den Ausbildungsstand des FSV erreicht. Da scheint es, als ob beim FSV wieder 2 bis 3 gute Jahrgänge heranreifen.

Bezirksklasse – Damen 3 bleiben weiter unbesiegt

Foto: Josef Wizinger

„Chancen genutzt!“ So könnte man den Spieltag der Damen 3 des FSV Marktoffingen überschreiben. Das Bezirksklassenteam trat am Samstag als einziges FSV-Team an, zeigte enorme Spielfreude und blieb gegen Tapfheim (3:1) und den TSV Rehling (3:0) auch im 4. Spiel der Saison unbesiegt.

Mit einer Stammsechs und zwei Nachwuchsspielerinnen trat die Damen 3 in Tapfheim mit einem reduzierten aber fest entschlossenen Kader an. Magdalena Michl oder Marie Geiß lenkten als Zuspielerin abwechselnd das FSV-Spiel gekonnt. In der Mitte punkteten Nadine Willig und Julia Seitz mit sehenswerten Schnellangriffen. Zusammen mit den drei Außen Anna-Lisa Wagner, Annika Zeyer und Katharina Altenburger sowie der inzwischen auch in der Bayernliga erfolgreichen Libera Alicia Gentner bildeten sie eine gut abgestimmte Einheit. Coach Nils Kraus konnte es sich so erlauben, den beiden Youngsters Sophia Bachmann längere Spielzeiten zu geben. Tapfheim, das den Spieltag hervorragend organisiert hatte, hielt in den ersten beiden Sätzen mit guten Aufschlägen und zwei sprungkräftigen Mittelangreiferinnen lange gut dagegen. So waren zwei Aufschlagserien von Anna-Lisa Wagner, die den ersten Satz mit 5 Punkten bis zum 24:19 entschied und Annika Zeyer mit 5 Punkten bis zum 25:18 im zweiten Satz, ausschlaggebend für die 2:0 Führung. Als diese Stärke im dritten Satz kurzzeitig verloren ging, verkürzte Tapfheim mit 25:19 auf 1:2. Bevor es eng wurde, steigerten die FSV-Damen wieder ihre Effektivität und holten sich überzeugend mit 25:11 den ersten Tagessieg. Rehling, das ebenfalls Tapfheim besiegt hatte, startete besser (5:9). Ab der Satzmitte waren die FSV-Damen aber dran (14:14) und sicherten sich unter den starken Aufschlägerinnen Nadine Willig (20:14) und Anna-Lisa Wagner (25:19) den ersten Satz. Anna-Lisa Wagner war nun auch die dominante Angreiferin beim FSV. Routiniert und selbstbewusst gewannen sie auch den 2. Satz, in dem Rehling sich bis zum 23:23 nicht abschütteln ließ, mit einem Ass von Nadine Willig (25:23). Beinahe fehlerfrei und sehr angriffslustig ließen sie im letzten Satz Rehling keine Chance mehr (25:15). Coach Nils Kraus gab seinen beiden Nachwuchsspielerinnen, die seine Stammsechs ergänzten, reichlich Einsatzzeiten, die Sophia Bachmann als Libera und Emma Wolf als Außenangreiferin auch erfolgreich nutzten. Schon am Samstag geht es in Affing weiter, wo die FSV-Damen, wenn Corona sie dann noch lässt, gegen die Gastgeberinnen und Gosheim weiter jede Spielminute auskosten wollen.

Jugend U18 – Deutliche Überlegenheit der FSV-Mädchen

Sie freuen sich über jede sportliche Gelegenheit, die ihnen zur Zeit geboten wird.
v.l.  vorne: Lisa Wiedemann, Celine Müller, Emma Wolf, Nele Salcher, Jana Fix, Elena Jung, hinten: Trainerin Marianne Wizinger, Dana Hager, Tina Stempfle, Lina Bachmann, Hannah Desir, Clara Rieger (Foto: Josef Wizinger)

Die U18 Mädchen des FSV Marktoffingen packten die ihnen durch die Sonderregelung für Schülerinnen gebotene Spielmöglichkeit in Gersthofen beim Schopf und spielten groß auf. „Selbst bei deutlichen Vorsprüngen blieben sie „on fire“ so Roman Fix, der lobenswerter Weise als Betreuer eingesprungen war, nach dem Spieltag. Dies, gepaart mit großem Können, bekamen ihre Gegnerinnen aus Nördlingen (25:4, 25:3) und Gersthofen (25:4, 25:5) auch zu spüren. Nur der Tabellenzweite Rehling schaffte es als erster Gegner der Liga in den zweistelligen Bereich zu kommen (25:11, 25:16).

Bayernliga – Damen 1 bezwingen Eichenau, unterliegen aber dem Tabellenführer

Sie stemmten sich auch gegen Burgberg mit aller Macht dagegen, mussten sich am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Hier Nadine Willig (11), die Entdeckung des Spieltages und Melli Dauser (5)

Die personell arg gebeutelten Damen 1 des FSV Marktoffingen holten sich am Wochenende nach zwei intensiven Spielen mit 3:1 zumindest die Punkte gegen den Eichenauer SV. Am Tag darauf zeigten sie noch einmal eine geschlossene Teamleistung verloren am Ende aber knapp mit 1:3 gegen den Tabellenführer Burgberg.

Ohne 4, aber wild entschlossen Punkte zu holen, traten die FSV-Damen gegen den Eichenauer SV an. Das Spiel war von Anfang an eine intensive Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe. Geprägt von klasse Angriffszügen und leidenschaftlicher Abwehrarbeit beider Teams konnte sich keiner einen Vorteil verschaffen. Beim 19:19 wurde es erstmals gefährlich für den FSV, denn Eichenau ging mit 21:19 in Führung. Trainer Josef Wizinger brachte die von der Dritten ausgeliehene Nadine Willig und glich zum 23:23 aus. Lisa Müller holte mit 2 erfolgreichen Aufschlägen den ersten Satz (25:23) und musste sich danach aus privaten Gründen von der Partie verabschieden. Jetzt waren neben Marie Geiß als zweite Zuspielerin nur noch die Grundsechs, die jetzt durchspielen mussten, auf dem Feld. Eva-Maria Schröter verbreitete mit einer beeindruckenden Aufschlagserie bis zum 10:1 Selbstbewusstsein in ihrem Team. Nadine Willig, die bisher nie höher als Bezirksliga eingesetzt worden war, spielte ab sofort dermaßen erfolgreich im Angriff und Aufschlag, dass sie nicht nur Ersatz sondern ein voller Gewinn war. Sie sorgte auch nach dem zwischenzeitlichen 15:15 Ausgleich zusammen mit Eva-Maria Schröter mit je einer 5-er Aufschlagserie für das 2:0 des FSV (25:17). Eichenau kam noch einmal zurück, bestimmte mit seinen Außenangreiferinnen den gesamten 3. Satz bis zu seinem ersten Satzgewinn mit 25:21. Nun merkte man allen FSV-lerinnen an, dass sie nach den negativen Erfahrungen vom letzten Samstag, gewillt waren, dieses Mal frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit unbändigem Siegeswillen war nun nötig, um die nun immer mehr aufkommenden Damen des SV Eichenau zu besiegen. Ein Sonderlob gebührt hier Libera Anna-Maria Stelzle und Zuspielerin Marie Deißler. Die individuelle Klasse beim Aufschlag von Milena Leberle und erneut Nadine Willig kehrten in der Satzmitte knappe Rückstände in knappe FSV-Führungen um. Beim 22:22 gelangen den FSV-Damen unter dem Aufschlag von Marie Deißler die entscheidenden drei Punkte zum 25:22.

Mit dem TV Burgberg stellte sich am Tag darauf der Tabellenführer vor. Gespickt mit zahlreichen Spielerinnen des TSV Sonthofen stand hier der neben Rosenheim bisher spielstärkste Gegner gegenüber. Beinahe unüberwindlich in der Abwehr, sicher und genau in der Ballannahme und eine überragende Zuspielerin Milena Bauch hatten das Spiel über 2 Sätze sicher im Griff. Die FSV-Damen wehrten sich und versuchten alles, aber nach 2 Sätzen stand es 0:2 (18:25, 17:25). Was das FSV-Team danach zeigte, brachte ihnen den Respekt des reduzierten, aber mitfiebernden Publikums ein. „Es hat trotz der Niederlage enorm Spaß gemacht“ resümierte danach Milena Leberle. Mit Linkshänderin Anna-Lisa Wagner kam nun auch die dritte Spielerin aus der Damen 3 zum Einsatz und brachte neue Möglichkeiten in den Angriff. Das gesamte Team riskierte nun noch mehr im Angriff und Aufschlag und kämpfte in der Abwehr wild entschlossen. Beim 18:21 Rückstand gelangen Marie Deißler und Lisa Müller zwei entscheidende Aufschlagserien zum 25:22. In diesem Stil ging es im vierten Satz weiter, nur dass beim 22:21 für den FSV nun den Burgbergerinnen die 4 notwendigen Big-points zum 25:23 gelangen. Gute Erkenntnis am Rande: Mit Nadine Willig, Anna-Lisa Wagner und Marie Geiß entdeckte Trainer Wizinger drei Talente im Verein, die ihm in der Zeit, in der Corona die Aufstellung mitbestimmt, sehr hilfreich sein können.

FSV: Marie Deißler, Marie Geiß, Steffi Stimpfle, Nadine Willig, Eva-Maria Schröter, Lisa Müller, Melli Dauser, Milena Leberle, Anna-Maria Stelzle, Anna-Lisa Wagner